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Gar nichts tun ist auch keine Lösung – Klimaschutz geht uns alle an!

Fridays for Future – ins Leben gerufen von der mittlerweile 16-jährigen Klimaschützerin Greta Thunberg - bewegt die Gemüter. Jugendliche gehen weltweit und natürlich auch in unserem Landkreis auf die Straße, um für die Einhaltung der Klimaziele zu demonstrieren. Denn schließlich geht es um ihre Zukunft, der Großteil der heute Erwachsenen wird die Auswirkungen des Klimawandels gar nicht mehr „live“ mitbekommen, ganz im Gegensatz zu den Kindern und Jugendlichen. Die immer heißer werdenden Sommer und die immer häufiger vorkommenden Naturkatastrophen sind nur der Anfang.
Der Klimawandel stellt eine existenzielle Bedrohung dar. Für unser Ökosystem und für Millionen von Menschen. Aber noch ist Zeit, diesen aufzuhalten! Wer mehr über die Fridays for Future Bewegung und deren Ziele wissen möchte kann dies auf www.fridaysforfuture.de nachlesen.

Wie denken Sie über den Klimawandel?

„Ich kann doch sowieso nichts tun“

Umso schlimmer ist es, dass man immer wieder Argumente hört wie: „Ich kann doch sowieso nichts tun“ oder „Das sollen die da oben mal machen“ oder „Die wollen doch eh alle nur Schule schwänzen“.
Vielleicht sind nicht alle Kinder und Jugendlichen, die freitags auf die Straße gehen, großartig darauf erpicht, sich für den Klimaschutz einzusetzen, sondern genießen lieber ihren schulfreien Tag. Aber das ist nur ein ganz kleiner Teil.

Aber das Argument „Ich kann doch sowieso nichts tun“ kann man an dieser Stelle so nicht stehen lassen. Denn gelebter Klimaschutz beginnt bei jedem einzelnen von uns und es gibt jede Menge Möglichkeiten.
Das fängt schon beim Lebensmitteleinkauf an. Wenn man beispielsweise Obst und Gemüse einkauft, das regional und saisonal bei uns erhältlich ist, tut man schon eine Menge. Die Südfrüchte, die in Deutschland gar nicht wachsen, legen irrsinnig lange Wege in Containern zurück und hinterlassen so zum Teil einen ökologischen Fußabdruck, der gelinde gesagt, ein mittlerer Albtraum ist.
Zudem gehen durch den langen Transportweg viele Lebensmittel auch kaputt und werden gleich wieder aussortiert, bevor sie irgendeine Markthalle überhaupt erreichen.

Kaufen Sie also lieber regional und saisonal. Viele Supermärkte und Discounter haben mittlerweile Obst und Gemüse sogar von heimischen Anbietern im Angebot, meist unverpackt ohne Plastikumhüllung. Nehmen Sie dann statt der Plastiktüte noch einen Einkaufsbeutel, haben Sie schon etwas getan.

Aber auch im eigenen Zuhause gibt es jede Menge Potenzial für gelebten Klimaschutz – zusätzlich können Sie auch noch den ein oder anderen Euro sparen. Schalten Sie beispielsweise Ihren Fernseher und/oder Computer komplett aus. Dadurch verbraucht das Gerät weniger Strom, der dann schon gar nicht produziert werden muss. Es kann sich übrigens auch durchaus rentieren, alle Glühlampen gegen LED-Leuchtmittel auszutauschen. Auch diese verbrauchen weniger Strom.

Der „Evergreen“ in Sachen Klimaschutz ist (leider) immer noch der berühmte Coffee-to-go Becher. Wer sich morgens seinen Kaffee in einen Thermosbecher füllt, tut nicht nur was für die Umwelt, sondern spart auch jede Menge Geld.
Viele Bäckereien und auch die Systemgastronomie bieten mittlerweile an, den mitgebrachten Thermosbecher nachzufüllen. Coffee-to-Go Becher müssen also nicht mehr unbedingt sein. Kennen Sie eigentlich den Miltenbecher? Ein beispielhaftes Projekt von Schülern des Julius-Echter-Gymnasiums als Alternative zu allen To-Go-Getränken mit Einwegbechern.

Urlaub daheim hilft Klima zu schützen

Der Beginn der Sommerzeit ist traditionell auch der Beginn der Reise- beziehungsweise Urlaubszeit. Für die meisten Deutschen bedeutet das: Koffer packen, ins Auto springen und ab an den Flughafen oder auf das nächste Kreuzfahrtschiff oder mit dem eigenen Wagen in den Süden Europas fahren - CO2-Produktion inklusive.

Dabei gilt gerade Fliegen als der Klimakiller Nummer 1, denn mit Kerosin betriebene Flugzeuge erzeugen eine große Menge Treibhausgase, die wiederum ihren Teil zur Erderwärmung beitragen. Die meisten Kreuzfahrtschiffe wiederum fahren mit Schweröl – dem dreckigsten Öl, das Raffinerien so zu bieten haben, denn es handelt sich dabei um ein Abfallprodukt. Ein Kreuzfahrtschiff stößt am Tag etwa soviel CO2 aus wie 84.000 Autos (Quelle:Nabu).

Dabei kann „Urlaub daheim“, besonders in unserer Region, durchaus seine Qualitäten haben. Denn schließlich wohnen wir da, wo andere Urlaub machen. Ausgedehnte Wanderwege, eine vielseitige Gastronomie und zahlreiche Freizeitangebote gibt es auch bei uns. Wer einfach mal die Seele baumeln lassen und weg von zu Hause sein möchte, der kann sich ja in eines der zahlreichen Hotels in unserer Region einmieten.

Um noch einmal die wunderbare Erona Tasholli mit ihrem Miltenbecher Poetry Slam zu zitieren: „Wenn jeder nur ein bisschen was tut, dann tun alle zusammen schon ganz viel.“

Autor:

Miriam Weitz aus Obernburg am Main

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