Bildergalerie und Essay.
Ehrendenkmäler und Gedenkstätten sind Mahnung und Zeichen der Verbundenheit.
- Der Volkstrauertag zeigte eindrucksvoll, wie wichtig das gemeinsame Gedenken für die lokale und überregionale Friedensarbeit ist. In der Stille der Novembertage wurde ein Zeichen gesetzt – gegen das Vergessen und für ein Leben in Verantwortung. Gesehen in Heppdiel an der Glaswand der Einsegnungshalle.
- hochgeladen von Roland Schönmüller
Gedenkkultur im November: Orte der Erinnerung im Fokus - Mahnung für den Frieden.
Eichenbühl. Im November rücken Ehrendenkmäler in der Region besonders ins Blickfeld.
Viele dieser historischen Gedenkstätten, beispielsweise in Schippach, Heppdiel, Windischbuchen oder Neunkirchen sind liebevoll gepflegt, geschmückt und liegen oft in unmittelbarer Nähe zu Kirchen, Kapellen oder Friedhöfen.
Sie erinnern an die Opfer der letzten Weltkriege und erzählen durch namentliche Einträge von bewegenden menschlichen Schicksalen, sei es in der Heimat oder in der Ferne.
Am vergangenen Sonntag, 16. November 2025, begingen viele Bürgerinnen und Bürger aus der Pfarreiengemeinschaft St. Antonius Erftal und Höhen sowie im gesamten Landkreis Miltenberg den Volkstrauertag mit stiller Würde und gemeinschaftlicher Anteilnahme.
Vertreter von Gemeinden, von Vereinen und Verbänden, versammelten sich mit Geistlichen, Ministranten, Fahnenträgern sowie zahlreichen Mitmenschen an den Ehrenmälern und Gedenkstätten, um der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror zu gedenken.
Ansprache und Mahnung: Verantwortung für Frieden und Versöhnung.
In den Ansprachen der Bürgermeister und kommunalen Beauftragten wurde die historische, aktuelle und zukünftige Bedeutung des Volkstrauertags hervorgehoben.
Der Tag sei auch Verpflichtung für die Gesellschaft: „Wir gedenken der Toten, aber wir richten auch den Blick auf die Verantwortung, die wir für Frieden und Versöhnung tragen“, betonte ein Verantwortlicher in Umpfenbach.
Besonders würdigten die Redner die Generationen, die unter den Folgen von Krieg und Vertreibung gelitten haben und stellten die Wichtigkeit der Erinnerungskultur für die Gegenwart heraus.
Ortsvertreter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und anderer Sozialverbände wie der VdK beschrieben die Pflege der Gräber und die mahnende Erinnerung als Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Pfarrer und Diakone begleiteten die Gedenkveranstaltungen mit Worten, die Leid, Hoffnung und Versöhnung aus christlicher Perspektive beleuchteten.
In Lesungen und Fürbitten wurde nicht nur auf die weltweiten Konflikte hingewiesen, sondern auch die Kraft der Gemeinschaft hervorgehoben, die sich im gemeinsamen Gedenken manifestiert.
Es folgten die feierlichen Kranzniederlegungen an den Ehrenmälern und Gedenkstätten. Musikalisch begleitet wurden sie von Bläser- und Gesangsgruppen sowie Vereins-Abordnungen.
Angesichts der aktuellen globalen Krisen, Konflikte und Kriege seien - so ein Fazit aller Ansprachen - Versöhnung, Frieden und Freiheit wichtige Ziele unserer Gesellschaft und der Weltgemeinschaft.
Der Volkstrauertag zeigte eindrucksvoll, wie wichtig das gemeinsame Gedenken für die lokale und überregionale Friedensarbeit ist.
In der Stille der Novembertage wurde ein Zeichen gesetzt – gegen das Vergessen und für ein Leben in Verantwortung.
Roland Schönmüller
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.