Bildergalerie und Essay.
Winterliches Miltenberg.

Blick von der Mildenburg zum Schnatterlochturm.
90Bilder

Impressionen am 28. Januar 2026.

Schnee, Stufen, Steilblick.

Ein winterliches Miltenberg‑Feuilleton zum Januar 2026 –  mit Stimmen aus drei Generationen.

Der Januar 2026 – ein Monat, der sich benimmt wie ein alter Bekannter, der längst im Türrahmen steht, die Mütze schon auf dem Kopf, aber immer noch einen letzten Satz findet.

Er geht nicht, er bleibt. Und während er bleibt, schickt er Miltenberg noch einmal Neuschnee, als wolle er sagen: „Ich weiß, ich weiß – aber ohne mich wäre es doch langweilig.“

Die Stadt nimmt’s hin, wie man eben Dinge hinnimmt, die man nicht ändern kann: mit einem Schulterzucken, einem Seufzer und einem Krapfen.

Zwischen den Schneehaufen türmen sich die Altpapierberge der verspäteten Müllabfuhr – ein winterliches Doppelmonument aus Weiß und Grau.

Die Plusgrade schleichen sich heran, verwandeln das Kopfsteinpflaster in eine Mischung aus Feuchtigkeit, Glitsch und vorsichtigem Optimismus.

In der Innenstadt lockt der Sale. Rote Schilder blinken wie Leuchttürme für jene, die sich durch die nassen Gassen wagen.

Ein Passant kämpft sich die vereisten Stufen zur Mildenburg hinauf, wo ein stiller Steilblick über den eisfreien, aber schiffleeren Main wartet.

Der Fluss wirkt, als lausche er selbst auf das Knacken des Eises, das nicht kommt. Ein kleines Hochwasser kündigt sich an, sobald der Februar das Tauwetter auspackt – ein Ritual, so verlässlich wie die ersten Krapfen im Schaufenster.

Plakate kündigen Fasching an, bunt, schief, fröhlich.

Lieferfahrzeuge zwängen sich durchs Schwarzviertel, als wollten sie beweisen, dass selbst mittelalterliche Gassen dem modernen Lieferdruck nicht entkommen.

Zwei Schulklassen stürmen in die Bäckerei, wo die Faschingskrapfen wie süße Versprechen liegen – und wie kleine, runde Argumente gegen jede Wintermüdigkeit.

Stimmen aus drei Generationen – mitten im Winter, mitten im Leben.

Die Älteren murmeln:
„Der Winter war schon schlimmer, aber selten so störrisch. Hauptsache, die Krapfen sind frisch und der Main bleibt anständig.“

Die Mittleren seufzen:
„Zwischen Schneematsch, Stau und Sonderangeboten – wir nehmen’s, wie’s kommt. Ein bisschen Sonne wäre trotzdem nett.“

Die Jüngeren rufen:
„Schnee ist cool, Krapfen sind besser, und Fasching wird mega.“

Und gemeinsam klingt es über den Marktplatz:
„Der Januar darf jetzt wirklich gehen. Der Februar soll kommen – mit Licht, Lachen und ein paar wärmeren Tagen. Nicht nur in Miltenberg.“

Fazit:

Und so bleibt am Ende dieses langen, widerspenstigen Januars 2026 nur eine Erkenntnis:

Der Winter kann uns Schnee schicken, Glitsch servieren und die Müllabfuhr aus dem Takt bringen –
aber solange es Krapfen gibt, die Aussicht von der Mildenburg frei bleibt
und drei Generationen denselben Wunsch teilen,
hat selbst der störrischste Monat keine Chance.

Denn Miltenberg weiß:

Wenn’s bergab glatt ist, geht’s bergauf bald leichter.

Autor:

Roland Schönmüller aus Miltenberg

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