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„Wat is'n Elektromobilität?“

Mit dem E-Bike von der Höh' ins Maintal und zurück! Für das sportbegeisterte Ehepaar Schneider aus Amorbach-Reichartshausen ist vor allem die Rückfahrt kein Problem mehr!
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  • Mit dem E-Bike von der Höh' ins Maintal und zurück! Für das sportbegeisterte Ehepaar Schneider aus Amorbach-Reichartshausen ist vor allem die Rückfahrt kein Problem mehr!
  • hochgeladen von Roland Schönmüller


Verkehrswende und Klimaneutralität mit modernen E-Fahrzeugen

„Liebe Schülerinnen und Schüler! Was versteht man unter Elektromobilität?“ - Eine ganz einfache Erklärung à la Heinrich Spoerls Feuerzangenbowle-Film-Szene („Wat is'n Dampfmaschin’?“) mit Professor Bömmel aus den 1940 er Jahren wird ein heutiger Lehrer von seinen Kids wohl nicht bekommen, aber Beispiele für deren Umsetzung schon.

Der Lehrer nickt und resümiert: „Wenn wir heute von Elektromobilität sprechen, geht es um Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb: Also zum Beispiel um Elektroautos, Elektro-Züge aber auch um kleinere Fahrzeuge wie Elektroroller, E-Bikes oder Monowheels.“

Vor allem Elektroroller sehe man seit einiger Zeit in vielen Städten. Sie zählten zur Gruppe der Elektro-Kleinstfahrzeuge, fährt der Physik-Pädagoge fort.

Von diesem Gefährt schwärmen auch einige Neuntklässler in einer Schule im Miltenberger Landkreis. Hat es Vorteile?

Ist die E-Mobilität eine Modeerscheinung oder hat sie Vorzüge gegenüber anderen Fortbewegungsmitteln?

Im Juni 2019 ist diesbezüglich eine Verordnung in Kraft getreten. Seitdem dürfen sogenannte Elektro-Kleinstfahrzeuge am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen, wenn sie eine Lenk- oder Haltestange haben, mit maximal 20 km/h Höchstgeschwindigkeit fahren können, zwei Bremsen und Licht haben sowie andere Sicherheitsmaßnahmen erfüllen.

Beine stehen auf fahrendem E-Skateboard

„Um ein solches Elektro-Kleinstfahrzeug wie zum Beispiel einen E-Roller zu fahren, muss man in der Regel 14 Jahren alt sein“ - berichtet ein Jugendlicher.
Und das stimmt!

Der kundige Schüler möchte sich nach
den Quali-Prüfungen so etwas zulegen, schmunzelt er.

Denn: Elektro-Kleinstfahrzeuge, wie die Roller, würden gerne genutzt, um kurze Strecken zurückzulegen. Der Vorteil: So ein Roller lasse sich mit anderen Verkehrsmitteln gut kombinieren.

Man könne ihn zum Beispiel zusammenklappen und mit in die Bahn nehmen.

Fazit: Der Einsatz solcher kleinen Fahrzeuge für eher kürzeren Wege nennt man Mikromobilität. Mikro – wie klein, Mobilität – wie Beweglichkeit.

Allerdings bringen Elektro-Kleinstfahrzeuge nicht nur Vorteile mit sich.

Radfahrer müssen sich zum Beispiel die schon engen Radwege mit ihnen teilen.

In größeren europäischen Städte, zum Beispiel in Paris oder London liegen viele Leih-Elektro-Roller einfach auf dem Bürgersteig herum, was für Fußgänger gefährlich sein kann.

Außerdem prognostizieren mancheFachleute, dass es durch Elektro-Kleinstfahrzeuge mehr Verkehrsunfälle geben werde.

Trotz dieser Nachteile wird der Einsatz von Elektro-Kleinstfahrzeugen von vielen E-Fans als etwas Gutes angesehen. Sie registrieren sie schon als einen Teil der Verkehrswende, um die sich Deutschland bemüht.

Elektromobilität und die Klimakrise:
Elektrobus wird von oben mit Strom betankt.

Autos mit Verbrennungsmotoren – also Autos, die mit Benzin oder Diesel fahren, produzieren viel Kohlendioxid - konstatiert ein Naturwissenschaftler. Und das sei schlecht für das Klima.

Deshalb sagen alle Experten: Deutschland braucht eine Verkehrswende. Sie fordern:

Die öffentlichen Verkehrsmittel sollen weiter ausgebaut werden, damit mehr Leute das Auto zu Hause lassen und lieber mit Bus oder Bahn fahren.

Und es soll mehr auf Elektromobilität gesetzt werden.

Denn Elektrofahrzeuge stoßen an sich kein Kohlendioxid aus. Sie sind so sauber, wie der Strom, mit dem sie aufgeladen werden.

Wird der Strom zum Beispiel aus Wind- oder Solarenergie gewonnen, fahren Elektrofahrzeuge klimaneutral, das heißt durch sie entsteht kein zusätzliches CO2.

Auto mit Strom

Ein Elektroauto ist also ein Auto, das elektrisch betrieben wird – es fährt also mit Strom. Die meisten Elektroautos haben in ihrem Inneren eine Batterie, die immer wieder mit Strom aufgeladen werden muss.

Anders als herkömmliche Autos, die mit Benzin- oder Dieselkraftstoff betankt werden, pusten Elektroautos keinen Feinstaub oder schädliche Abgase, wie CO2, in die Luft.

Klimafreundlich?
Elektroauto ist mit Strom-Zapfsäule verkabelt.

Das Aufladen der Elektroautos dauert oft noch mehrere Stunden.

Weil Elektroautos dadurch eigentlich sehr klimafreundlich sind, werden sie oft als Autos der Zukunft bezeichnet.

Allerdings sind sie erst dann wirklich gut fürs Klima, wenn auch der Strom, mit dem sie fahren klima- und umweltfreundlich erzeugt wurde - wie zum Beispiel der Strom aus Solar- oder Windkraftanlagen.

Ein großer Teil des Stroms wird heute aber noch aus Kohle gewonnen und bei dieser Art der Stromerzeugung entstehen ebenfalls eine Menge CO2 und anderer klimaschädlicher Gase.

Noch nicht ganz ausgereift: das Hybridauto

Fast alle großen Autohersteller arbeiten an einem Elektroauto - schließlich soll es das Auto der Zukunft werden

Bisher fahren aber nur wenige Menschen ein Elektroauto, da es gegenüber dem herkömmlichen Auto noch einige praktische Nachteile hat.

So dauert das Auftanken der Batterie oft mehrere Stunden und man kann mit einer vollen Batterie weniger Kilometer zurück legen als mit einem vollen Benzintank.

Außerdem ist ein Elektroauto teurer als ein vergleichbares, herkömmliches Auto. Bisher verkaufen auch nur wenige Autohersteller Elektroautos.

Aber die meisten Produzenten arbeiten daran, ein eigenes E-Car auf den Markt zu bringen und die bisher bestehenden Nachteile zu beheben.

Eine Art Kombination aus Elektromotor und herkömmlichem Motor gibt es in Hybrid-Autos, von denen heute schon ziemlich viele auf deutschen Straßen fahren.

Ziel der Elektromobilität ist es, ein nachhaltiges sowie klimaschonendes Verkehrssystem zu etablieren.

Gründe für das Nutzen der Elektromobilität sind: Die geringeren Betriebskosten, mehr Fahrspaß sowie insbesondere die Reduzierung der Umweltbelastungen.

84 Prozent der Elektroauto-Halter gaben bei einer Umfrage des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt 2014 an, die Nutzung eines Elektroautos weiterzuempfehlen.

Elektromobilität als Teil des Verkehrssystems.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts gewinnen elektrisch angetriebene Fahrzeuge immer mehr an Bedeutung.

Zunächst stellte man die Energieversorgung der Fahrzeuge (z. B. Elektrolokomotiven) über Stromschienen sicher. Heute spielen jedoch die Energiespeicher in Ihrem Fahrzeug eine entscheidende Rolle.

2018 wurden bereits über 2 Millionen Elektrofahrzeuge weltweit verkauft.

Es wird daran gearbeitet, die Effizienz der jeweiligen Systeme weiter zu verbessern, die notwendige Infrastruktur bereitzustellen und die rechtlichen Grundlagen zu schaffen.

Das erste deutsche öffentliche Förderprogramm wurde 2009 ins Leben gerufen. Zunächst legte man den Fokus auf Forschung und Entwicklung der Lithium-Ionen-Akkus.

Die Europäische Kommission fördert die Elektromobilität über die 2013 gestartete European-Green-Vehicles-Initiative.

Elektromobilität als Teil der Energiewende

Die erneuerbaren Energien sollen die Grundlage der Elektromobilität bilden:

Derzeit liegt der Anteil, der erneuerbaren Energien, an der öffentlichen Stromerzeugung bei über 40 Prozent. Sie können von einem weiteren Wachstum ausgehen.

Eine besondere Herausforderung bildet dabei jedoch der Ausbau der Übertragungs- sowie Verteilernetze aber auch der Ladestationen-Infrastruktur.

Radfahren schont die Umwelt .

Seit rund 150 Jahren fahren wir Menschen Fahrrad – und das hat viele Vorteile: Radfahren schont die Umwelt, es ist leise, Fahrräder nehmen in Städten wenig Platz weg, wir Menschen bleiben in Bewegung und kommen auch in engen oder vollen Straßen flexibel und schnell von A nach B.

E-Bikes – einfach erklärt

Sie können beruhigt sein! Besonderes technisches Können und Wissen für E-Bikes brauchen Sie nicht.

Die eigene Trittleistung wird mit der Kraft aus einem kleinen, leistungsstarken Elektromotor unterstützt.

Die Pedelecs fahren also nicht alleine mit Motorkraft, Sie müssen also immer auch selbst in die Pedale treten.

So schnell wie Sie wollen.

Wenn Sie die Geschwindigkeit von 25 km/h erreicht haben, schaltet die Unterstützung automatisch sanft ab.

Schneller wird es dann nur durch Ihre Pedalkraft oder weil es bergab geht.

Vollautomatisch angepasst an die Leistung, die Sie per Trittkraft aufbringen und an der Anzahl der Kurbelumdrehungen.

Bei E-Bikes kann aus verschiedenen Unterstützungsstufen gewählt werden.

Der Eco-Modus ist die erste bzw. geringste Stufe, die Reichweite ist hier am größten.

Die unterschiedlichen Modi können natürlich während der Fahrt oder im Stillstand variiert werden.

Man kann.

Beabsichtigt (durch Nicht-Einschalten) oder unbeabsichtigt (wenn die zu fahrende Strecke länger ist, als die Reichweite des Akkus zulässt) ist dies kein Problem, da die Pedelecs so konzipiert sind, dass sie auch ohne E-Unterstützung gefahren werden können.

Einzig das etwas höhere Gewicht (bedingt durch den Antrieb) lässt sich nicht wegdiskutieren.

E-Räder mit Anfahrhilfe können eine kurze Strecke nur mit Motorkraft fahren (bis zur Geschwindigkeit von sechs km/h bzw. 20 km/h)! Das macht das Anfahren leichter – gerade im Stadtverkehr ist es ein willkommener Extra-Komfort!

Pedelecs gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten.

Doch welche Vorteile bietet mir ein Urban eBike?

Ideale Bereifung: leicht profiliert und mit Pannenschutz, dazu von einem Markenhersteller. Check? Dann kann nichts schiefgehen..

Komfortable Aussichten:
Mit der eher aufrechten Sitzposition hat man den Straßenverkehr bestens im Blick.

Solider Transport: Ob Einkaufstüte, Sporttasche oder Kindersitz: Auf dem City E-Bike können kleinere Lasten ganz bequem transportiert werden.

Top-Ausstattung: Die Vollausstattung nach StVZO, sowie Gepäckträger und Schutzbleche machen das Stadt-Pedelec zum Rundum-sorglos-Paket.

Für viele E-Biker ist die Reichweite und der damit einhergehende Fahrspaß von zentraler Bedeutung.
Wie lässt sich dieser beeinflussen?

Trittfrequenz – Trittfrequenzen über 50 Umdrehungen pro Minute optimieren den Wirkungsgrad der Antriebseinheit, sehr langsames Treten kostet dagegen viel Energie.

Gewicht – das Gesamtgewicht von Fahrrad und Gepäck sollte nicht unnötig hoch sein.

Anfahren & Bremsen – Häufiges Anfahren und Bremsen ist wie beim Auto weniger wirtschaftlich als lange Strecken mit möglichst gleichmäßiger Geschwindigkeit.

Gangschaltung – Anfahren und Steigungen am besten im kleinen Gang, Hochschalten entsprechend dem Gelände und der Geschwindigkeit.

Reifendruck – Der Rollwiderstand kann durch korrekten Reifendruck minimiert werden.

Akku & Temperatur – Mit abnehmender Temperatur sinkt die Leistungsfähigkeit eines Akkus, da sich der elektrische Widerstand erhöht.

Kompetente Beratung zu allen Themen rund ums E-Bike gibt es bei den Fachhändlern.

Roland Schönmüller


Übrigens!  Der Start in die Saison ist die ideale Gelegenheit, Ihr E-Bike vom Profi durchchecken zu lassen.

Bei einer Inspektion erkennt der Fachhändler eventuelle Defekte oder Mängel. Das sind die wichtigsten Punkte, die es auf jeden Fall zu prüfen gilt, bevor es auf die Straße und das Gelände geht:

Akku: Vor allem nach längerem Stillstand sollte die Leistungsfähigkeit des Akkus geprüft werden.
Bremsen: Bei den Bremshebeln muss getestet werden, ob der Druckpunkt noch da ist. Dabei auch einen Blick auf die Bremsscheiben werfen, ob Verfärbungen auf eventuelle Schädigungen hinweisen.

Reifen: Den Reifendruck mit einer Pumpe mit Manometer oder speziellem Druckmessgeräte testen, Reifen auf Rissstellen prüfen. Der Reifendruck hat direkte Auswirkung auf die Akku-Reichweite!

Kette: Mit hochwertigem Kettenfett pflegen
Sicherheit: Sind alle Schrauben fest angezogen? Vor allem bei Sattel, Vorbau und Lenker prüfen, ob alles in Ordnung ist.

sc.

Autor:

Roland Schönmüller aus Miltenberg

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