Bildergalerie und Essay.
Hinaus in den Spätsommer!
- Alles summt, brummt, erntet und feiert. Wer jetzt noch stillsitzt, hat den Spätsommer wohl einfach verschlafen!
- hochgeladen von Roland Schönmüller
Herbst-Hektik, Hopfen & Holler: Das große Krabbeln im September.
Der September ist da – und mit ihm ein kollektiver Bewegungsdrang, der selbst die faulste Couchpotato aus den Federn treibt. Plötzlich drängt alles nach draußen, als gäbe es im Oktober kein Morgen mehr.
Es ist die Zeit der großen Völkerwanderung: Der moderne Mensch flieht aus seinen vier Wänden und strömt wahlweise in den schattigen Wald, zu den letzten bunten Erntefesten der Stadt oder direkt auf die Streuobstwiesen, um sich am frischen Obst zu laben.
Dabei gleicht die Natur aktuell einem logistischen Knotenpunkt der Extraklasse.
Die Bewegungsmuster der Spezies Mensch und Tier haben jede Geometrie hinter sich gelassen:
Horizontal wird die Picknickdecke auf der letzten grünen Wiese ausgerollt.
Vertikal klettern ambitionierte Hobby-Gärtner auf die Leitern, um die letzten Äpfel zu ergattern, während die Eichhörnchen im exakt selben Rhythmus die Bäume hochjagen.
Diagonal torkeln die Wespen nach dem Konsum von vergorenem Fallobst durch die Gärten, dicht gefolgt von Menschen, die in wilden, zackigen Tanzbewegungen versuchen, ebendiesen Wespen zu entkommen.
Während in den Beeten die letzten Sommerblumen in den schrillsten Farben um die Wette leuchten, mutiert die Natur zum ultimativen Kommunikationszentrum.
Man grüßt sich wieder im Wald – oder keucht sich zumindest ein erschöpftes
„Hallo“ auf dem Trimm-dich-Pfad entgegen.
Alles summt, brummt, erntet und feiert. Wer jetzt noch stillsitzt, hat den Spätsommer wohl einfach verschlafen!
Roland Schönmüller (Text und Fotos)
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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