Bambi-Preis 2020 geht nach Mömlingen

Wenn alle zusammenarbeiten, kann eine Initiative wie „Kids for Kitz/Action für Kitz gelingen. Den Fotografen stellten sich bei der Übergabe des Bambi-Preises (vorne von links) Landrat Jens Marco Scherf, eine als Reh verkleidete Schülerin, Doris Völker-Wamser, Horst Markert (Sparkasse Miltenberg-Obernburg) und Mömlingens Bürgermeister Siegfried Scholtka sowie (hinten von links) Mirko Daniel, Hubert Klimmer, Horst Feyrer, Ernst-Ludwig Flath, Rainer Vogel und Schulleiter Martin Brendel.
  • Wenn alle zusammenarbeiten, kann eine Initiative wie „Kids for Kitz/Action für Kitz gelingen. Den Fotografen stellten sich bei der Übergabe des Bambi-Preises (vorne von links) Landrat Jens Marco Scherf, eine als Reh verkleidete Schülerin, Doris Völker-Wamser, Horst Markert (Sparkasse Miltenberg-Obernburg) und Mömlingens Bürgermeister Siegfried Scholtka sowie (hinten von links) Mirko Daniel, Hubert Klimmer, Horst Feyrer, Ernst-Ludwig Flath, Rainer Vogel und Schulleiter Martin Brendel.
  • hochgeladen von Landratsamt Miltenberg

Wenn Jäger, Landwirte, Schulen und Politik zusammenarbeiten, kann etwas Großes entstehen. Das sieht man beispielhaft an der Initiative „Kids for Kitz/Action für Kitz“, die im Landkreis Miltenberg seit vier Jahren erfolgreich umgesetzt wird – auch dank der finanziellen Unterstützung durch die Sparkasse Miltenberg-Obernburg. Landrat Jens Marco Scherf hat die gelungene Kooperation mit der Übergabe des mittlerweile vierten „Bambi-Preis“ an die Gemeinde Mömlingen gewürdigt.

Im Mömlinger Königswald leiteten die Jagdhornbläser der BJV-Kreisgruppe Obernburg am Mittwochmorgen die Feier ein, die auch vom Schulchor der Hans-Memling-Grundschule mit einem Lied umrahmt wurde. Laut Landrat Jens Marco Scherf sei die Initiative „Action for Kitz“ Doris Völker-Wamser zu verdanken, die mit ihrer Beharrlichkeit Politik, Jäger und Landwirte im Landkreis von der Sinnhaftigkeit des Projekts überzeugt habe. Schülerinnen und Schüler basteln zunächst Scheuchen, die am Vorabend der Wiesenmahd in den Wiesen aufgestellt werden, erklärte der Landrat. In der Nacht führten die Rehgeißen dann in der Regel ihre Kitze aus der Wiese, so dass die Mahd erfolgen kann, ohne dass Rehkitze getötet werden. Dass Völker-Wamsers Projekt so erfolgreich sei und in ganz Bayern umgesetzt werde, sei der guten Kooperation der Jäger mit den Landwirten zu verdanken, lobte der Landrat. „Im Sommer viele Rehgeißen mit ihren Kitzen zu sehen, ist dann eine wunderbare Belohnung“, stellte Scherf fest.

Nach Hausen, Eichelsbach und Großwallstadt sei in diesem Jahr die Gemeinde Mömlingen Träger des Bambi-Preises, sagte der Landrat.

Zu verdanken sei dies vor allem Horst Feyrer, der nicht nur aktiver Jäger sei, sondern auch viel Zeit aufwende, um Kindern und Jugendlichen Kenntnisse und Informationen zu Wald und Wild zu vermitteln. Feyrer führe seit 15 Jahren mehrmals pro Jahr Kindergarten- und Schulkinder in den Wald, wo sie mit Tafeln, Präparaten und Anschauungsmaterial informiert werden. Er gehe dabei auf die vielfältigen Aufgaben eines verantwortungsbewussten Jägers wie die Rettung der Rehkitze vor dem Mähtod ein, lobte Scherf. Feyrer habe seit Jahren durch Gespräche mit Landwirten ein entsprechendes Bewusstsein aufgebaut, so dass die Maßnahmen zur Rettung der Kitze optimal koordiniert werden könnten. In Mömlingen sei die Kitzrettung seit vielen Jahren ein Thema, so dass die Gemeinde ein verdienter Preisträger sei.

Im Namen der Sparkasse übergab Mömlingens Sparkassen-Geschäftsstellenleiter Horst Markert zwei elektronische Rehkitzretter an die Jägerschaft, Bürgermeister Siegfried Scholtka nahm die Plaketten „Rehkitzfreundlichste Gemeinde 2020“ entgegen und Schulleiter Martin Brendel bekam einen Scheck für die Schule. Eine Urkunde für ihre vorbildliche Mitarbeit überreichte der Landrat an die Landwirte Hubert Klimmer, Rainer Vogel, Mirko Daniel und Ernst-Ludwig Flath, weitere Landwirte werden die Urkunden demnächst erhalten. Die Gemeinde Mömlingen erhielt ebenfalls einen Scheck.

Für Bürgermeister Scholtka ist die Auszeichnung eine weitere Bestätigung für das nachhaltige Arbeiten im Mömlingen – unter anderem im Bereich Fair-Trade, in der Waldbewirtschaftung, in der „Bürgerenergie“ und der umweltpädagogischen Station. Der Vertreter der Sparkasse Miltenberg-Obernburg, Horst Markert, dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz und das Herzblut, das sie investiert haben. Horst Feyrer freute sich über die sehr gute Kooperation der Jägerschaft mit den Landwirten, hob den Einsatz seiner Helfer hervor und lobte die Schulkinder für die tollen Scheuchen. „Wir sind stolz, dass wir helfen konnten“, sagte Schulleiter Martin Brendel.

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