Bildergalerie und Essay.
Kugelschreiber, Karrierewege und Schornsteinfeger-Glück in der Parzivalhalle.
- Werbung für Azubis in der Stadt Walldürn
- hochgeladen von Roland Schönmüller
Die Messe als Bühne der Generationen.
Am Samstag, dem 22. November 2025, verwandelte sich die Parzivalhalle Amorbach zwischen 11 und 14 Uhr in ein quirliges Forum der Zukunft.
Die 18. Berufs- und Ausbildungsmesse, organisiert von einer politischen Gruppierung aus Kirchzell, war besser besucht als im Vorjahr.
Schüler aller Schularten, Lehrer, Eltern – und sogar Enkelkinder von Gästen mischten sich unter die Stände.
Stimmen aus der Menge
• Schülerin (16, Realschule): „Ich wollte eigentlich nur schauen. Aber dann durfte ich bei einem Maschinenbauer-Betrieb selbst Hand anlegen – das war spannender als gedacht.“
• Vater mit Sohn (Gymnasium): „Wir haben uns bei der Polizei informiert. Mein Sohn war überrascht, dass man dort auch IT-Spezialist werden kann.“
• Unternehmerin aus der Region: „Für uns ist die Messe Gold wert. Wir zeigen, dass wir nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Perspektiven bieten.“
• Grundschülerin am Schornsteinfegerstand: „Wenn man den Hut anfasst, hat man Glück, oder? Ich hab ihn zweimal berührt – vielleicht krieg ich doppelt so viel Schokolade.“
• Enkelkinder von Ausstellern: Sie machten die Stände zu kleinen Spielplätzen – mal stapelten sie Prospekte wie Bauklötze, mal testeten sie die Werbegeschenke auf ihre Haltbarkeit. Ein Aussteller schmunzelte: „So haben wir gleich den Praxistest für unsere Kugelschreiber.“
Polizei, Bundeswehr & Werbegeschenke
Besonders umlagert waren die Stände von Polizei und Bundeswehr. Dort glänzten nicht nur Uniformen, sondern auch die Mitmachaktionen. Ein Schüler lachte: „Ich wollte eigentlich nur einen Kugelschreiber – jetzt weiß ich, wie man Fingerabdrücke nimmt.“
Die Werbegeschenke wurden für manche Schüler zum heimlichen Wettbewerb: Wer am Ende die meisten Kugelschreiber, Schlüsselanhänger und Stofftaschen trug, galt als inoffizieller Messe-Champion.
Episoden mit Charme
• Schornsteinfeger-Glück: Kinder drängten sich, um den Zylinder zu berühren. Ein älterer Besucher kommentierte trocken: „Früher hat man den Schornsteinfeger gegrüßt, heute wird er angefasst.“
• Lehrer am Rande: „Wir kommen jedes Jahr. Aber diesmal war es fast wie ein Klassenausflug mit Volksfestcharakter.“
• Enkelkinder-Episode: Während die Erwachsenen über Karrierewege diskutierten, führten Enkelkinder eine eigene „Messe-Olympiade“ durch: Wer am schnellsten Kugelschreiber klickt, gewinnt.
Hintergrund aus Sicht einer Berufsberaterin
„Solche Messen schließen eine Bildungslücke, die im Alltag oft übersehen wird,“ erklärt eine Berufsberaterin. „Viele Jugendliche kennen Berufe nur aus dem Unterricht oder von Erzählungen. Hier können sie direkt erleben, wie vielfältig die Möglichkeiten sind – vom Handwerk über die Verwaltung bis zur IT.
Weitere Vorteile:
• Direkter Kontakt: Schüler sprechen mit echten Menschen statt mit Prospekten.
• Praxisnahe Eindrücke: Maschinen ausprobieren, Uniformen anfassen, Schornsteinfegerhut berühren – das bleibt hängen.
• Generationenbrücke: Eltern und sogar Enkelkinder erleben gemeinsam, dass Berufswahl nicht nur Pflicht, sondern auch Abenteuer sein kann.
• Motivation: Wer eine Messe besucht, entdeckt oft neue Perspektiven – und manchmal reicht schon ein Kugelschreiber, um den ersten Schritt zu markieren.
Fazit
- Die Berufs- und Ausbildungsmesse in der Parzivalhalle war nicht nur eine Kontaktbörse für die Zukunft, sondern auch eine Bühne für kleine Alltagskomödien.
- Zwischen Prospekten und Karrierefragen blitzte Humor auf – sei es beim Schornsteinfeger, bei der Polizei oder beim Kampf um den letzten Kugelschreiber.
- Und die Kinder und Enkelkinder der Aussteller sorgten dafür, dass die Messe auch zur Familiengeschichte wurde.
Glosse zum Schluss:
Mehr als nur Kugelschreiber – Die Berufs- und Ausbildungsmesse Amorbach im Rückblick.
Wenn Orientierungslosigkeit auf Karrierechancen und Gratis-Gummibärchen trifft.
Ein November-Samstag im Zeichen des Berufs-Dschungels.
Am Samstag, dem 22.11.2025, verwandelte sich Amorbach wieder in einen brodelnden Karrieredschungel. Die inzwischen 18. Berufs- und Ausbildungsmesse zog Scharen von Schülern, Eltern, Ausstellern und Souvenirjägern an. Es war, wie jedes Jahr, ein wahres Feuerwerk an Chancen, Aha-Erlebnissen – und vor allem an Gratis-Kugelschreibern.
Schüler: Planlos, aber bestens ausgerüstet
Für die Schüler war die Messe vor allem eins: ein Ort voller bunter Stände und noch bunterer Möglichkeiten zur professionellen Ratlosigkeit. Die zentrale Frage „Und was möchtest du später mal machen?“ wurde im Minutentakt gestellt – die Antworten reichten von „Weiß nicht“ bis „Vielleicht was mit dem Computer“. Währenddessen wurde die Ausbeute an Kugelschreibern und Gummibärchen gewissenhaft im eigens dafür mitgebrachten Jutebeutel verstaut. Denn Notfall-Kulis kann man schließlich nie genug haben. Und falls die berufliche Orientierung weiterhin auf sich warten lässt: Mit einem Jahresvorrat an Werbesüßigkeiten lässt sich auch ohne festen Plan gut leben.
Eltern: Hoffnungsträger werden zu Nostalgikern
Eltern betraten die Messehallen mit leuchtenden Augen und der Hoffnung, dass ihr Nachwuchs nach vier Stunden zwischen Polizei-Infostand und Handwerksberater endlich einen Lebensplan entwickeln würde. Nach der zwanzigsten Antwort „Keine Ahnung“ und der Feststellung, dass „Feelgood Manager“ ein echter Beruf sein soll, wich die Hoffnung sanfter Resignation. Einziger Trost: Früher gab es eh nur Bäcker oder Friseur. Zumindest wissen die Kinder jetzt, dass ein „Agile Scrum Master“ nicht der neue Eissorten-Name ist.
Aussteller: Die Alleskönner im Survival-Mode
Für die Aussteller war die Messe wie ein Prüfungsmarathon: Wer schafft es, binnen 30 Sekunden das eigene Unternehmen so spannend zu präsentieren, dass kein Schüler in den Sekundenschlaf fällt? Hier wurden Vertriebler zu Stand-Up-Comedians, Personaler zu Showmagiern und Auszubildende zu lebenden Karriere-Plakaten. Am Ende des Tages winkte als Belohnung die Beruf-aktuell-Broschüre – und der 100. Bewerber für das Traumpraktikum als „Social-Media-Manager“, garantiert fehlerfrei, aber vermutlich mit ChatGPT geschrieben.
Gäste: Die Könige des Werbegeschenke-Paradieses
Die wahren Gewinner aber waren die Gäste mit unklarem Missionsauftrag. Ihr Ziel: Möglichst viele Stände, möglichst viele Goodies. Kugelschreiber, Schlüsselanhänger und Taschen füllten sich in Windeseile. Wer geschickt lächelte, bekam sogar ein Extragummibärchen – Networking auf höchstem Niveau. Und sollte doch einmal die Frage nach Karriere oder Zukunft fallen, half souveränes Kauen auf der Zuckerschlange, das Gespräch charmant ins Süßigkeiten-Fach zu lenken.
Fazit: Ein Fest für Sinne, Taschen und Traditionen
Am Ende des Tages gingen alle nach Hause – Schüler mit vollen Beuteln und leeren Plänen, Eltern mit nostalgischem Seufzen, Aussteller mit heiseren Stimmen und Gäste mit dem Gefühl, wahre Beute gemacht zu haben. Klar war: Im nächsten Jahr sind sie alle wieder dabei. Wegen der großen Chancen. Wegen der kleinen Kugelschreiber. Und natürlich wegen der Gummibärchen.
Weitere Bilder und Infos folgen.
Autor:Roland Schönmüller aus Miltenberg |
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