Polizeibericht
Miltenberg | Callcenterbetrug - Unbekannte erbeutet Bargeld - Kriminalpolizei ermittelt
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Pressebericht des PP Unterfranken vom 11.06.2026
Bislang unbekannte Betrüger haben einen Rentner mit einer gängigen Masche dazu gebracht Bargeld zu übergeben. Der Beuteschaden liegt im mittleren fünfstelligen Bereich. Die Kriminalpolizei Würzburg ermittelt und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Die Täter riefen am Mittwochvormittag, zwischen 09:30 Uhr und 12:30 Uhr, bei dem Senior an, gaben sich als Staatsanwaltschaft aus und berichteten von einer angeblichen Festnahme der Polizei von Einbrechern, deren flüchtige Komplizen als Nächstes bei ihm einbrechen würden. Im weiteren Verlauf brachten die Täter den Geschädigten, der in der Eichenbühler Straße wohnhaft ist, dazu, Bargeld an eine unbekannte Frau auszuhändigen.
Die Kriminalpolizei Würzburg hat nach Bekanntwerden des Geschehens die Ermittlungen aufgenommen.
Wer um den Tatzeitraum verdächtige Personen im Bereich der Eichenbühler Straße beobachtet hat oder wer sonst sachdienliche Hinweise geben kann, wird dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 mit der Kriminalpolizei Würzburg in Verbindung zu setzen. Auch Hinweise auf ein mögliches Fluchtfahrzeug sind für die Ermittler wichtig.
Die Präventionskampagnen des Polizeipräsidiums Unterfranken:
Bereits Ende 2020 hat das Polizeipräsidium Unterfranken die Präventionskampagne “Leg´auf!” ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“. Mit den Kampagnen „Ich schütze Oma und Opa“ sowie „Chill mal Oma“ setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Jugendlichen, sowie Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen.
Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.
Die wichtigsten Botschaften sind:
• Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
• Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben.
• Weder Polizei noch Justiz werden Sie jemals telefonisch auffordern, Geld zu überweisen!
• Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
• Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
• Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!
Weitere Informationen:
Leg‘ auf!: Die Bayerische Polizei - Präventionskampagne - LEG' AUF! in Unterfranken (bayern.de)
Dort finden sie zudem weiterführende Links zu den Kampagnen:
„Ich schütze Oma und Opa“
„Chill mal Oma“
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