Die erste Dorfchronik des kleinen Weilers Bremhof
Buchtipp: Rathaus- und Museumsreihe Michelstadt-Bremhof von Bernhard Setzer

Das neue Orts- und Familienbuch des Bremhofes
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  • Das neue Orts- und Familienbuch des Bremhofes
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  • hochgeladen von Hanne Rüttiger

Im Jahre 2015 fand das erste Bremhofer Treffen aller ehemaligen Einwohner sowie der jetzigen Bürgerinnen und Bürger statt. Auf dieser Veranstaltung wurde Bernhard Setzer immer wieder angesprochen, doch eine Dorfchronik zu schreiben. Der Gedanke wurde in die Tat umgesetzt - nun liegt sie vor, die Entstehungs- und Siedlungsgeschichte sowie das Familienbuch mit dem Titel: Spuren suchen - Spuren bewahren.
Die nachweisliche Ersterwähnung des Bremhofs stammt aus dem Jahr 1012 mit der Nennung als Grenzort des kaiserlichen Wildbanns. Ein Dornstrauch (Brombeerstrauch) war namensgebend für den Bach, für die Ortslage (Brembuch) und schließlich für den heutigen Bremhof. Bernhard Setzer recherchierte sehr genau und ausführlich die Entstehungs- und Siedlungsgeschichte des kleinen Weilers.
Ein weiteres Thema ist das Forstwesen. Der Wald und die Landwirtschaft sind die zwei Faktoren, die den Bremhof nachhaltig beeinflusst haben und es noch heute tun. Auch die Menschen, die einstmals auf dem Bremhof lebten, wurden von beiden geprägt. Genau unter die Lupe genommen hat Bernhard Setzer den Bastelshof, den Lauckenhof, sowie einige verschwundene Bauernhöfe. 
Der Weiler Bremhof hatte bis zum Ende des Ersten Weltkrieges keine zentrale Wasser- und  Stromversorgung. Zwar gab es schon Anfang des 20. Jahrhunderts Bemühungen, den Bremhof an die Wasserversorgung Vielbrunn anzuschließen, was aber von den Bremhofern als zu teuer abgelehnt wurde. 
Erst 1921 stellten die Bürger vom Bremhof bei der Gemeindeverwaltung Vielbrunn den Antrag, einen  eigenen Brunnen zu bohren, was auch genehmigt wurde. 
Der Bremhof war Erholungsort, Sommerfrische, „Natur pur“ und für viele Menschen der Ort, sich selbst  wieder zu finden. Es ist ein Verdienst der Gastwirtfamilie Stier, dass der Bremhof jahrzehntelang der Geheimtipp für Urlauber war. Unzählige Geschichten und Anekdoten könnten vom Urlaubsort Bremhof geschrieben werden.
Mit dem ausführlichen Familienbuch schließt Bernhard Setzer die Ortschronik ab.
Der Band Nr. 27 der Rathaus- und Museumsreihe Michelstadt (ISBN 3-924-583-54-4) von Bernhard Setzer kostet 29 € und ist erhältlich beim Kulturamt Michelstadt, Marktplatz 1 in 64720 Michelstadt (oder per emal.: kulturamt@michelstadt.de).

Das neue Orts- und Familienbuch des Bremhofes
Das Bild zeigt das Anwesen Bremhof 18, das im Jahre 1865 von der Fam. Rummel erworben wurde. Kunstmaler Georg Vetter aus Bad König malte dieses Bild als Abschiedsgeschenk für Marie Rummel
Autor:

Hanne Rüttiger aus Miltenberg

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