Corona-NEWSticker | Update 08.08.2020 21:33 Uhr
Erneut mehr als 1000 Fälle in Deutschland +++ Offenbar erkranken immer mehr junge Menschen an Covid-19 +++ Einreiseverbot für Partner ohne Trauschein fällt

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+++Meldungen 8. August+++

Weltweit 

21:28 Uhr: Demonstration vor Netanjahus Haus
In Jerusalem haben sich Tausende Menschen vor der Residenz von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu versammelt und seinen Rücktritt gefordert. Die Demonstranten warfen ihm unter anderem vor, in der Pandemie nicht genug zum Schutz von Arbeitsplätzen und Geschäften unternommen zu haben. Die Proteste nahmen in den vergangenen Wochen zu.
Israel hatte im Mai einen begrenzten Lockdown aufgehoben, nachdem die Zahl der neuen Fälle gesunken war. Eine neuer Anstieg und neue Einschränkungen haben Netanyahus Zustimmungswerte jedoch auf unter 30 Prozent fallen lassen. Die Arbeitslosigkeit in Israel liegt bei 21,5 Prozent, die Wirtschaft dürfte 2020 um sechs Prozent schrumpfen. (Quelle: Tagesschau) 

18:37 Uhr: Weitere Lehrer an Gymnasium in Mecklenburg-Vorpommern infiziert
Am Goethe-Gymnasium im westmecklenburgischen Ludwigslust sind zwei weitere Pädagogen positiv getestet worden. Die Schule war am Freitag geschlossen worden, nachdem die Infektion einer Lehrerin bekannt geworden war. Landrat Stefan Sternberg erklärte, 205 Schüler würden als Kontaktpersonen ersten Grades in Quarantäne geschickt. Sternberg zufolge werden am Montag nochmals das Schulpersonal und die 205 Schüler getestet. Der Unterricht werde aber für alle Schüler gewährleistet: Die Schule stelle auf das Lernen zu Hause am Computer um.
An der Grundschule in Graal-Müritz bei Rostock, die ebenfalls am Freitag wegen der Corona-Infektion eines Schülers vorsorglich geschlossen worden war, ist bislang kein weiterer Fall bekannt geworden. Mehr als die Hälfte der 137 zu testenden Schüler und Lehrer habe sich einem Abstrich unterzogen. Die noch ausstehenden Tests würden über das Wochenende erfolgen. (Quelle: Tagesschau) 

16:50 Uhr: Pflichttests laufen an Flughäfen reibungslos
Die seit heute geltende Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten hat an vielen deutschen Flughäfen keine Probleme verursacht. "Das ist minimal mehr als in den vergangenen Tagen", sagte Benedikt Hart, Leiter des vom Roten Kreuz betriebenen Testzentrums am Frankfurter Flughafen, der Nachrichtenagentur dpa. Die Passagiere hätten Verständnis.
Am Flughafen Hannover bildeten sich vor dem Testzentrum der Johanniter-Unfall-Hilfe am Mittag längere Schlangen, wie eine Sprecherin sagte. Man rechne für heute insgesamt mit mehr als 1000 Tests. In den vergangenen Tagen habe das Zentrum, das bereits vor gut einer Woche für zunächst freiwillige Tests errichtet worden war, demnach im Schnitt 700 bis 900 Test verzeichnet.
Auch am Hamburger Flughafen gab es nach Einschätzung der zuständigen Sozialbehörde keine Probleme. Fluggäste hätten selbst in Spitzenzeiten nicht länger als 30 Minuten auf den Abstrich warten müssen, sagte ein Sprecher. Allerdings hätten nicht alle Reisenden den für sie kostenlosen Service noch am Flughafen auch genutzt. (Quelle: Tagesschau) 

12:35 Uhr: Reisewarnung für Teile Bulgariens und Rumäniens
Wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Infektionen in Bulgarien und Rumänien warnt die Bundesregierung nun vor touristischen Reisen in mehrere Regionen der beiden EU-Länder. Dazu zählt auch die bulgarische Touristenhochburg Warna mit dem auch bei deutschen Urlaubern beliebten Urlaubsort Goldstrand. In Warna liegt auch einer der beiden wichtigsten Flughäfen an der bulgarischen Schwarzmeerküste. Daneben sind in Bulgarien nach den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts im Internet Blagoewgrad und Dobritsch betroffen, in Rumänien die Kreise Argeș, Bihor, Buzău, Neamt, Ialomita, Mehedinti und Timiş. Die wichtigsten rumänischen Urlaubsregionen in Siebenbürgen und am Schwarzen Meer sind von der Warnung ausgenommen.
Die Regionen in Bulgarien und Rumänien wurden gleichzeitig vom Robert Koch-Institut als Risikogebiete ausgewiesen. Urlauber, die aus solchen Gebieten zurückkehren, müssen sich seit heute auf Corona testen lassen. Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren. (Quelle: Tagesschau) 

10:56 Uhr: Kipping fordert "Besuchslotsen" in Pflegeheimen
Linken-Chefin Katja Kipping fordert die Schaffung von Tausenden neuen Stellen in Alten- und Pflegeheimen, um Besuche von Angehörigen während der Corona-Pandemie zu erleichtern. "Wir sollten ein Bundesprogramm auflegen für sogenannte Besuchslotsen", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In jedem der rund 12.000 Alten- und Pflegeheime in Deutschland sollte mindestens eine entsprechende Stelle geschaffen werden.
Den Pflegekräften fehle die Zeit, um Treffen mit den Angehörigen nach den Regeln des Infektionsschutzes zu organisieren, erklärte Kipping. Menschen in Alten- und Pflegeheimen könnten jedoch nicht "über viele Monate" isoliert leben, mahnte sie: "Gerade für Demenzkranke ist jeder Sozialkontakt wichtig."
Die neu geschaffenen Stellen will Kipping nach eigenen Worten mit Arbeitslosen aus besonders von der Pandemie getroffenen Branchen besetzen. "Es gibt jede Menge Personal, das gerade dem eigenen Beruf nicht nachgehen kann: im Veranstaltungsbereich, der Kulturpädagogik oder in der Tourismusbranche." Die "Besuchslotsen" müssten ihrer Ansicht nach keine gelernten Pflegekräfte sein. "Aber sie sollten gewisse Fähigkeiten haben im kommunikativen Umgang."
Der Einsatz als "Besuchslotse" könnte nach einem kurzen Lehrgang in Fragen des Infektionsschutzes eine vorübergehende Beschäftigung bieten. (Quelle: Tagesschau) 

05:16 Uhr: Erneut mehr als 1000 Fälle in Deutschland
Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland liegt den dritten Tag in Folge über der Schwelle von 1000 neuen Fällen. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1122 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 215.336 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Im Vergleich zum Freitag, an dem 1147 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet wurden, ging die Zahl am Samstag etwas zurück. Am Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 1045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000 gelegen. Diese war zuletzt am 9. Mai überschritten worden. (Quelle: Tagesschau) 

04:23 Uhr: Justizministerin will Pflicht zum Insolvenzantrag noch bis März 2021 aussetzen
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will durch die Corona-Krise überschuldete Unternehmen noch bis März 2021 von der Pflicht zum Insolvenzantrag zu befreien. "Um pandemiebedingt überschuldeten Unternehmen Zeit zu geben, sich durch das in vielen Branchen wieder anziehende Wirtschaftsgeschehen oder staatliche Hilfsangebote zu sanieren, werde ich vorschlagen, die Insolvenzantragspflicht für diese Unternehmen weiterhin bis Ende März 2021 auszusetzen", sagte Lambrecht der "Bild"-Zeitung. Die weitere Aussetzung solle allerdings nur für Unternehmen gelten, die pandemiebedingt überschuldet, aber nicht zahlungsunfähig sind, erklärte sie. (Quelle: Tagesschau) 

Meldungen aus Bayern 

Bayerns Gesundheitsministerin Huml: Bayern setzt Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ab Samstag um
Zur Pressemeldung 

Meldungen aus Hessen

Strengere Corona-Beschränkungen in Offenbach
Als erste hessische Stadt hat Offenbach bei den Corona-Neuinfektionen die dritte Warnstufe erreicht. Zur Zeit hat sich die Lage wieder etwas entspannt, inzwischen sind die Inzidenzfälle dort auf 15,4 je 100.000 Einwohner gefallen. Die Stadt führt das auch auf neue Beschränkungen zurück. (Quelle: Hessenschau) 

Offenbar erkranken immer mehr junge Menschen an Covid-19
Einer Auswertung der Barmer-Krankenkasse zufolge sind in den vergangenen Wochen besonders viele jüngere Menschen an Covid-19 erkrankt. Zuerst hatte die Rheinische Post darüber berichtet. Demnach stieg die Zahl der corona-bedingten Krankschreibungen bei den Versicherten unter 39 Jahren zwischen dem 21. Juni und 18. Juli um 31 Prozent. Bei den Versicherten ab 40 Jahren sei der Anstieg mit gerade einmal einem Prozent deutlich geringer gewesen.
Dabei gibt es der Studie zufolge deutliche regionale Unterschiede. Insbesondere in den süddeutschen Bundesländern sei die Zahl der corona-bedingten Krankschreibungen in dem genannten Zeitraum wieder gestiegen, während sie in Nordrhein-Westfalen sogar gesunken sei. In Hessen habe es eine Zunahme um 19 Prozent gegeben. "Die Gefahr einer zweiten Welle baut sich offensichtlich immer mehr auf", sagte Barmer-Vorstand Christoph Straub. Er rief jüngere Menschen dazu auf, sich wieder verstärkt an die Corona-Regeln zu halten. (Quelle: Hessenschau) 

134 Neuinfizierte, kein neuen Todesfälle
Die Zahl der registrierten Neuinfektionen ist laut Robert-Koch-Institut zum Samstag um 134 gestiegen. Die Gesamtzahl der Infizierten in Hessen stieg damit auf 12.602. Davon gelten rund 11.300 als geheilt. Neue Todesfälle waren nicht zu beklagen. Die Zahl der infolge einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen in Hessen beträgt damit weiterhin 524.
Alle hessischen Kreise uns Städte liegen inzwischen wieder unter dem Inzidenzwert von 20 Fällen auf 100.000 Einwohner. Die Stadt Offenbach hatte kürzlich neue Vorschriften zum Pandemieschutz erlassen, nachdem die Inzidenz im Stadtgebiet den Wert von 35 Fällen auf 100.000 Einwohner überschritten hatte. Inzwischen ist die Inzidenz dort auf 15,4 Fälle je 100.000 Einwohner gefallen. Den höchsten Inzidenzwert in Hessen haben inzwischen der Rheingau-Taunus-Kreis und die Stadt Wiesbaden mit 17,6.
(Quelle: Hessenschau) 

Meldungen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz 

Behörden Kontrollieren Corona-Maßnahmen an Badeseen
Behörden hatten in den vergangenen Wochen immer wieder vor einer Überfüllung von Badeseen gewarnt, Kontrollen verstärkt und teilweise Zugänge zu Badestellen gesperrt. Auch an diesem Wochenende wurde kontrolliert, ob sich Badende an die Corona-Regeln halten. Die offizielle Bilanz steht jedoch noch aus. (Quelle: SWR) 

Nur wenige Maskenverweigerer in großen BW-Städten
In den großen Städten in Baden-Württemberg halten sich die allermeisten Menschen an die Maskenpflicht. Nach SWR-Recherchen ist in Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim und Heilbronn bisher nur selten ein Bußgeld verhängt worden. (Quelle: SWR) 

Polizei löst "Corona-Party" in Ulm auf
Die Polizei hat in der Nacht auf Samstag in der Ulmer Friedrichsau eine sogenannte Corona-Party aufgelöst. Laut Mitteilung hatten sich rund 200 Jugendliche zum Feiern versammelt. Einige der Jugendlichen zeigten sich den Angaben zufolge gegenüber den Beamten "unkooperativ, provokant und respektlos". Um die Party zu beenden, mussten deshalb weitere Polizeikräfte und ein Hundeführer hinzugerufen werden. Die derzeit gültige Corona-Verordnung sieht vor, dass sich maximal 20 Menschen öffentlich treffen dürfen.
(Quelle: SWR) 

+++ 50 weitere Corona-Fälle - unter anderem Kreis Kusel betroffen +++
Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist um weitere 50 Fälle gestiegen. Das sind fast doppelt so viele Neuinfektionen wie noch am Vortag und fast genauso viele wie am Donnerstag (60 Neuinfektionen). Aktuell sind 408 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. Die Gesamtzahl stieg auf 7.763 registrierte Fälle. Die meisten Neuinfektionen landesweit gab es zuletzt im Kreis Kusel (18 pro 100.000 Einwohner), gefolgt von der Stadt Ludwigshafen (15) und dem Westerwaldkreis (14). Das Virus hat sich zuletzt aber auch in der Fläche ausgebreitet. (Quelle: SWR) 

+++Meldungen 7. August+++


Weltweit 

17:24 Uhr: Einreiseverbot für Partner ohne Trauschein fällt
Die Bundesregierung hebt die Reisebeschränkungen für Paare ohne Trauschein auf. Ab kommender Woche können auch unverheiratete Partner aus Nicht-EU-Staaten wieder nach Deutschland einreisen. Das teilte das Innenministerium in Berlin mit. Ressortchef Horst Seehofer war zuletzt zunehmend unter Druck geraten, weil betroffene Paare bereits wochenlang eine Aufhebung der Reisebeschränkungen gefordert hatten. Viele von ihnen konnten sich aufgrund der Corona-Maßnahmen seit Monaten nicht mehr persönlich treffen.
Voraussetzung für die jetzt beschlossenen Einreiseerleichterungen ist nach Angaben des Ministeriums allerdings eine auf Dauer angelegte Partnerschaft. Diese soll etwa durch einen vorherigen gemeinsamen Wohnsitz im Ausland oder durch ein vorheriges persönliches Treffen in Deutschland nachgewiesen werden.
(Quelle: Tagesschau) 

16:50 Uhr: Tausende Mitarbeiter verlassen British Airways freiwillig
Angesichts angekündigter Massenentlassungen haben sich mehr als 6000 Beschäftigte der Fluggesellschaft British Airways entschieden, freiwillig aus dem Unternehmen auszuscheiden. Wie ein Sprecher der Airline mitteilte, handelt es sich vor allem um Flugbegleiter, Ingenieure und Bodenpersonal.
British Airways plant, wegen der Corona-Krise insgesamt 12.000 Stellen zu streichen. (Quelle: Tagesschau) 

16:44 Uhr: Quarantäne für komplette Spätschicht von Schlachtbetrieb
Nach weiteren Infektionen mit dem Coronavirus in einem Schlachtbetrieb im niedersächsischen Großenkneten haben die Behörden eine komplette Spätschicht von 270 Mitarbeitern in Quarantäne geschickt. Nach Angaben des Landkreises Oldenburg, waren in den vergangenen beiden Tagen von 2300 Tests acht positiv. Die betroffenen Mitarbeiter gehörten alle der Spätschicht an. (Quelle: Tagesschau) 

15:40 Uhr: EU-Kommission billigt Corona-Hilfen für Nah- und Regionalverkehr
Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission haben die von der Bundesregierung geplanten Corona-Hilfen für den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr genehmigt. Das Paket hat ein Volumen von sechs Milliarden Euro. Damit werde es ermöglicht, durch die Corona-Krise entstandene Schäden zu kompensieren, teilte die zuständige Kommissarin Margrethe Vestager mit. (Quelle: Tagesschau) 

11:16 Uhr: Wieder neuer Höchstwert an Neuinfektionen in Polen
Polen meldet mit 809 Ansteckungen binnen 24 Stunden erneut einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen und damit den sechsten binnen zwei Wochen. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Coronavirus-Fälle steigt damit auf 50.324. An oder mit dem Virus gestorben sind 1787 Menschen. (Quelle: Tagesschau) 

06:33 Uhr: CDU-Wirtschaftsrat fordert Verbot von Reisen in Corona-Risikogebiete
Der Wirtschaftsrat der CDU fordert ein Verbot von Reisen in Corona-Risikogebiete. "Reisen in Risikogebiete müssten konsequenterweise auch untersagt werden. Das Reiserecht kann nicht höher bewertet werden, als die Rechte von Millionen Deutschen, denen ansonsten ein erneuter Lockdown droht", sagt der Generalsekretär der Organisation, Wolfgang Steiger, der "Bild"-Zeitung. "Selbst unser reiches Land wird sich einen zweiten Lockdown mit Betriebs- und Schulschließungen nur unter erheblichsten Schwierigkeiten nochmal leisten können." (Quelle: Tagesschau) 

05:42 Uhr: RKI zählt für Deutschland 1147 Neuinfektionen
Das Robert Koch-Institut meldet 1147 Neuinfektionen in Deutschland, insgesamt sind es damit 214.214 bestätigte Fälle. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus steigt um acht auf 9183. (Quelle: Tagesschau) 

04:31 Uhr: Forscher befürchten fast 300.000 Corona-Tote in den USA bis Dezember
Bis Dezember könnten nach einem weithin beachteten Modell in den USA insgesamt fast 300.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus sterben. Das wären rund 140.000 Tote mehr als derzeit. Wenn 95 Prozent der Menschen in der Öffentlichkeit stets Masken trügen, könnte die Zahl der Opfer bis 1. Dezember mit rund 228.000 deutlich geringer ausfallen, erklärten die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle. Das Modell des Instituts befürchtet nun bis 1. Dezember 295.000 Tote. Vor der jüngsten starken Zunahme der Neuinfektionen in den USA hatte das Modell bis 1. November noch mit rund 230.000 Toten gerechnet. (Quelle: Tagesschau) 

Meldungen aus Bayern

Unterfranken

Nicht genug Abstand: Anzeige gegen Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt
Weil er bei einem Foto mit den Würzburger Kickers den Corona-Mindestabstand nicht einhielt, hat Oberbürgermeister Christian Schuchardt sich eine Anzeige eingehandelt. Ein Sprecher der Regierung von Unterfranken bestätigte am Freitag, dass die Polizei eine entsprechende Anzeige an die Regierung weitergeleitet hatte. "Wir haben die Stadt dazu angehört und werden uns in den kommenden Tagen dazu äußern", sagte der Regierungssprecher. Das Gruppenfoto mit der Fußballmannschaft hatte Schuchardt zuvor schon Ärger in sozialen Medien eingehandelt. Das Bild "konterkariert leider unsere vielen Überlegungen in Sachen Corona-Schutz", räumte Rathaus-Sprecher Georg Wagenbrenner ein. Auch der Oberbürgermeister selbst bedauert den Fehler. (Quelle: BR) 

Landkreis Miltenberg

Fallzahlen im Landkreis Miltenberg
Die Zahl der bisher im Landkreis Miltenberg bekannt gewordenen Coronavirus-Infektionen liegt bei 336 Personen. Derzeit wird niemand stationär behandelt, die Zahl der Todesfälle liegt bei fünf Personen und 316 Personen wurden bereits als gesund aus der Überwachung entlassen.

Meldungen aus Hessen

Polizei löst Zeltlager auf
Die Polizei hat auf Anweisung des Vogelsbergkreises ein Zeltlager in der Nähe der Stadt Herbstein aufgelöst. Als Begründung hieß es, der Veranstalter habe sich nicht an die abgesprochenen Hygienevorschriften gehalten. 250 Personen mussten wieder nach Hause fahren.
Es gab – so ein Sprecher des Vogelsbergkreises – ein tragfähiges Hygienekonzept, und daran wollte sich der Veranstalter aus dem Rhein-Main-Gebiet auch halten. Aber bei Kontrollen stellte sich demnach heraus, dass die zwingend erforderlichen Regeln gebrochen worden seien. Hygieneauflagen seien nicht berücksichtigt worden, hieß es vom Kreis. Auch an die Einteilung in feste Zehnergruppen habe man sich nicht gehalten. Auf wiederholte Aufforderungen, die geltenden Vorschriften einzuhalten, sei nicht rechtzeitig reagiert worden. (Quelle: Hessenschau) 

Höchster Wert der Neuinfektionen seit Mai
In Hessen ist die Zahl der Neuinfektionen zum Freitag laut Robert-Koch-Institut um 158 Fälle angestiegen. Das ist der höchste tägliche Anstieg an neuen Fällen seit dem 8. Mai. Die Zahl der insgesamt Infizierten lag bei 12.468, davon gelten etwa 11.200 als genesen. Die Zahl der an oder mit Covid-19 gestorbenen erhöhte sich um einen Fall. Insgesamt sind 524 Menschen an oder mit der Lungenkrankheit verstorben.
Spitzenreiter bei der Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen ist der Rheingau-Taunus-Kreis. Dort lag die Inzidenz bei 28,85 Fällen auf 100.000 Einwohnenden. Offenbach rangiert auf Platz zwei mit 27,63 Fällen auf 100.000 Bewohnern. Der Odenwaldkreis liegt mit dem Wert von 19,65 knapp unter der Marke von 20 Fällen auf 100.000 Einwohnern. Ab dieser Grenze müssen die Städte erste striktere Maßnahmen ins Auge fassen. (Quelle: Hessenschau) 

Kostenfreie Tests für Erzieher und Tagespfleger
Fachkräfte und andere Personen, die unmittelbar mit Kindern arbeiten sowie Tagespfleger können sich in Hessen nach dem Ende der Sommerferien kostenfrei auf SARS-CoV-2 testen lassen. Das Angebot ist vom ab dem 17. August bis zum 8. Oktober angedacht, ein Test sei alle 14 Tage möglich, erklärte das Sozialministerium am Freitag in einer Mitteilung.
Voraussetzung für den Test sei unter anderem, dass keine konkreten Symptome einer Corona-Infektion vorliegen oder ein kein anderer, bundesrechtlich geregelter Testanlass vorliege, zum Beispiel wenn das Personal als Reiserückkehrende behandelt wird.
"Wir hoffen, dass wir mit diesem Service-Angebot des Landes dazu beitragen, bestehende Sorgen vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 in der Zeit der vollständigen Aufnahme des Regelbetriebes nach den Sommerferien begegnen zu können", sagte Anne Janz, Staatssekretärin des Ministeriums für Soziales und Integration. (Quelle: Hessenschau) 

17 Corona-Fälle auf Fraport-Baustelle
Auf der Terminal-3-Baustelle am Frankfurter Flughafen haben sich 17 Bauarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert. Wie die Fraport mitteilte, befinden sie sich derzeit in Quarantäne. Die Tests bei den anderen Bauarbeitern fielen demnach negativ aus. "Direkt nach Bekanntwerden des ersten Infektionsfalls im privaten Umfeld wurde mit umfangreichen Tests reagiert", sagte ein Sprecher der Fraport. "Zudem verlangen wir von den direkt betroffenen Unternehmen auch bei negativ getesteten Mitarbeitern einen zweiten Test nach sieben Tagen." Die Bauarbeiten könnten normal fortgesetzt werden. (Quelle: Hessenschau) 

Odenwaldkreis

Aktuell keine weiteren Neu-Infektionen
Die Corona-Zahlen sind heute im Vergleich zu gestern stabil geblieben: Es gibt nach wie vor insgesamt 444 positiv Getestete, 358 Genesene und 63 Verstorbene. So liegt der Infektionssaldo weiterhin bei 23 (Stand: 07.08., 12:30 Uhr).
Ein an Covid-19 Erkrankter wird im Gesundheitszentrum Odenwaldkreis behandelt.
Die 7-Tage-Inzidenz, die das Land Hessen für den Odenwaldkreis berechnet, ist zurückgegangen und liegt nun bei 20 (Stand: 07.08., 00:00 Uhr).

Meldungen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz 

+++ Pflegestützpunkte im Land öffnen wieder +++
In Rheinland-Pfalz öffnen die Pflegestützpunkte wieder schrittweise für persönliche Beratungen und Hausbesuche. Laut Gesundheitsministerium wurde ein Hygienekonzept erarbeitet, um die Risiken einer Corona-Infektion möglichst gering zu halten. Während der Beratungsgespräche sei ein Mund-Nasenschutz erforderlich. Termine müssen vorweg vereinbart werden. Dazu kommen die bekannten Abstands- und Hygieneregeln. Die Pflegestützpunkte sind zentrale Anlaufstellen für Menschen, die sich zum Thema Pflege informieren möchten. Die Mitarbeiter bieten nach eigenen Angaben eine unabhängige und trägerübergreifende Beratung an. 135 solcher Stützpunkte gibt es in Rheinland-Pfalz. Sie waren zuletzt geschlossen und hatten hauptsächlich per Telefon Hilfe angeboten. (Quelle: SWR) 

Weitere 105 bestätigte Corona-Infektionen am Freitag
Am Freitag wurden dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium insgesamt weitere 105 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 16.00 Uhr). Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 37.752 an. Davon sind ungefähr 34.844 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 1.050 Menschen im Land akut mit dem Coronavirus infiziert. Sowohl am Donnerstag als auch am Mittwoch waren es noch 1.028 akut Infizierte. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 1.858 (+6 im Vergleich zum Donnerstag). Der sogenannte 7-Tages-R-Wert wurde vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,89 angegeben. Er besagt, wie viele Personen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden. (Quelle: SWR) 

Corona-Antikörperstudie für Südbaden gestartet
Die bundesweite Corona-Antikörperstudie des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) hat im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und der Stadt Freiburg begonnen. Ziel der Studie ist es, deutschlandweit zu untersuchen, bei wie vielen Menschen sich bereits Antikörper gegen das Coronavirus nachweisen lassen. Damit soll die Zahl jener Personen ermittelt werden, die das Virus eventuell schon hatten, ohne es zu bemerken. Die Studie des HZI soll in verschiedenen Regionen in Deutschland durchgeführt werden. Den Anfang machte Reutlingen am 1. Juli. (Quelle: SWR) 

Deutlich mehr Briefwähler bei Stuttgarter OB-Wahl erwartet
Die Stadt Stuttgart rechnet wegen der Corona-Pandemie mit deutlich mehr Briefwählern bei der Oberbürgermeister-Wahl im November. Sie ändert deshalb nach Angaben der "Stuttgarter Zeitung" ihre Wahlbezirke und reduziert die Zahl der Wahllokale. Das aufwendige Verfahren gelte als Pilotprojekt für die Landtags- und Bundestagswahlen im kommenden Jahr, berichtet die Zeitung am Freitag und zitiert Ordnungsbürgermeister Martin Schairer (CDU) sowie den Leiter des Statistischen Amts, Thomas Schwarz. Beide gingen davon aus, dass sich bei der OB-Abstimmung die Zahl der Briefwähler im Vergleich zur letzten Kommunalwahl von einem Drittel auf 50 Prozent erhöhen könnte. Die Zahl der Wahllokale soll wohl von 350 auf 261 verringert werden, außerdem wird dem Bericht zufolge jedem Wahllokal ein Briefwahlbezirk zugeordnet, in den bei der Wahl am 8. November die vorsortierten Briefwahlunterlagen gebracht und separat ausgezählt würden. (Quelle: SWR) 

+++ Weniger Gäste im Besucherbergwerk Fell +++
Im Besucherbergwerk in Fell bei Trier sind die Umsätze wegen der Corona- Pandemie deutlich zurückgegangen. Nach Angaben der Betriebsleiterin kamen im Juni rund 50 Prozent weniger Besucher als im Juni vergangenen Jahres. Das liege auch daran, dass wegen der Auflagen nur 10 statt bisher 30 Besucher an einer Führung teilnehmen dürfen. Darum biete das Museum jetzt mehr Führungen an, für das es gleichzeitig aber auch mehr Personal benötige. (Quelle: SWR) 

+++ 26 neue Infektionsfälle am Freitag +++
In Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Freitag wieder deutlich zurückgegangen. Insgesamt seien innerhalb von 24 Stunden 26 neue Fälle hinzugekommen, teilte das Gesundheitsministerium in Mainz mit. Am Donnerstag waren es noch 60 neue Fälle gewesen, der höchste Wert seit dem 25. April mit 70 Neuinfektionen. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie 7.713 Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz gezählt. Aktuell sind nun 381 Menschen im Bundesland mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Als genesen gelten 7.093 der bestätigten Infizierten. Die Zahl der Todesfälle blieb unverändert bei 239. (Quelle: SWR) 

Main-Tauber-Kreis

Eine neue Coronavirus-Infektion bestätigt (Zahlen 7. August) 
Im Main-Tauber-Kreis wurde am Freitag, 7. August, ein neuer Fall einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Die betroffene Person lebt im Gebiet der Stadt Lauda-Königshofen. Damit liegt die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis bei 471. Die neu infizierte Person befindet sich in häuslicher Isolation. Ihre Kontaktpersonen werden ermittelt. Für sie wird ebenfalls häusliche Isolation angeordnet und eine Testung veranlasst.
Von den infizierten Personen im Main-Tauber-Kreis sind inzwischen 438 wieder genesen. Derzeit sind 22 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 0, Assamstadt: 0, Bad Mergentheim: 1, Boxberg: 1, Creglingen: 0, Freudenberg: 0, Großrinderfeld: 0, Grünsfeld: 0, Igersheim: 0, Külsheim: 0, Königheim: 0, Lauda-Königshofen: 12 (+1), Niederstetten: 1, Tauberbischofsheim: 3, Weikersheim: 1, Werbach: 0, Wertheim: 3 und Wittighausen: 0.

Hier geht's zum Corona-NEWSarchiv der letzten Tage:

Informationen für Bayern, Baden-Württemberg und Hessen

+++ Allgemeine Informationen +++

Informationen und Verhaltensregeln finden Sie hier:

Robert-Koch-Institut - Startseite
Robert-Koch-Institut - Fragen zum Coronavirus
Robert-Koch-Institut - Hygienehinweise

Helios Telefon-Hotline
Als deutschlandweiter Anbieter stationärer und ambulanter Gesundheitsleistungen startet Helios heute eine eigene Telefon-Hotline für Anfragen rund um die neuartige COVID-19-Erkrankung, das sogenannte Corona-Virus. Die kostenfreie 24-Stunden-Hotline ist ab sofort unter der Nummer (0800) 8 123 456 erreichbar.

Baden-Württemberg

Hotline zum Coronavirus: 07 11/9 04-3 95 55
(täglich 9-18 Uhr)
Landesgesundheitsamt Baden Württemberg
Landratsamt Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis)
Landratsamt Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis)

Bayern 
Hotline zum Coronavirus: 0 91 31/ 68 08-51 01
Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Landratsamt Miltenberg (Kreis)
Landratsamt Aschaffenburg (Kreis)
Landratsamt Karlstadt (Main-Spessart-Kreis)

Hessen
Hotline zum Coronavirus: 08 00/5 55 46 66
(täglich 8-20 Uhr)
Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI)
Landratsamt Erbach (Odenwald-Kreis)
In Jerusalem haben sich Tausende Menschen vor der Residenz von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu versammelt und seinen Rücktritt gefordert. Die Demonstranten warfen ihm unter anderem vor, in der Pandemie nicht genug zum Schutz von Arbeitsplätzen und Geschäften unternommen zu haben. Die Proteste nahmen in den vergangenen Wochen zu.Israel hatte im Mai einen begrenzten Lockdown aufgehoben, nachdem die Zahl der neuen Fälle gesunken war. Eine neuer Anstieg und neue Einschränkungen haben Netanyahus Zustimmungswerte jedoch auf unter 30 Prozent fallen lassen. Die Arbeitslosigkeit in Israel liegt bei 21,5 Prozent, die Wirtschaft dürfte 2020 um sechs Prozent schrumpfen.

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