Corona-NEWSticker | Update 22.10.2020 18:02 Uhr
RKI meldet mehr als 11.000 Neuinfektionen +++ 110 Menschen in Miltenberg infiziert +++ Inzidenzwert für ganz Unterfranken bei 45,01

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+++ Meldungen 22. Oktober +++

Weltweit 

14:09 Uhr: Scholz wendet sich gegen "wenig ausgegorene" Corona-Vorschläge
Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat davor gewarnt, mit immer neuen Vorschlägen zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Akzeptanz der Beschlüsse von Bund und Ländern zu untergraben. Auch in der Politik sei mehr Disziplin wünschenswert, sagte Scholz der Nachrichtenagentur Reuters. Manche neu ins Spiel gebrachte Maßnahme ziele eher auf Profilierung ab. "Es ist nicht klug, täglich neue, wenig ausgegorene Vorschläge zu machen, die oft eher der eigenen Profilierung dienen als dazu, die Pandemie wirksam einzudämmen", sagte der SPD-Kanzlerkandidat. Scholz mahnte zur Disziplin auf allen Seiten. Die Beschlüsse von Bund und Ländern würden nur akzeptiert und könnten nur wirken, wenn sie gut erklärt und gemeinsam vertreten würden. "Alle sind aufgefordert, sich an die Regeln zu halten, die im Übrigen auch kontrolliert werden müssen, überall", sagte Scholz. "Im Augenblick können wir uns nur mehr Disziplin wünschen - von allen Beteiligten, auch von der Politik." (Quelle: Tagesschau) 

12:02 Uhr: Deutsche horten wieder Toilettenpapier
Die Deutschen neigen aus Sorge vor einem Lockdown angesichts stark steigender Corona-Infektionen wieder zu Hamsterkäufen. Die Verkaufszahlen von Toilettenpapier lagen in der Woche vom 12. bis 17. Oktober fast doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Vorkrisen-Monate August 2019 bis Januar 2020, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der Absatz von Desinfektionsmitteln wuchs um knapp drei Viertel und der von Seife um fast zwei Drittel. Auch die Nachfrage nach bestimmten Lebensmitteln zog an: So stieg der Absatz von Mehl um 28,4 Prozent, von Hefe um 34,8 Prozent und von Reis um 53,3 Prozent. (Quelle: Tagesschau) 

10:24 Uhr: RKI-Chef: Höhere Ausbreitung in privaten Haushalten
Der Aussage des Chefs des Robert Koch-Institutes, Lothar Wieler, zufolge nehmen die Infektionen in privaten Haushalten im Vergleich zum Frühjahr deutlich zu. Menschen würden sich vermehrt bei privaten Treffen anstecken und das Virus dann in den eigenen Haushalt tragen. Weiterhin würden sich im Vergleich zur sogenannten ersten Welle mehr jüngere Menschen infizieren. Daher habe auch die Zahl der leichteren Krankheitsverläufe zugenommen. (Quelle: Tagesschau) 

09:50 Uhr: KfW-Umfrage: In mittelständischen Firmen droht massiver Jobverlust
Die Corona-Krise reißt ein milliardenschweres Loch in die Kassen der mittelständischen Unternehmen bundesweit. In seinem Mittelstandspanel schätzt die staatliche Förderbank KfW, dass die Gewinne dieser Konzerne im gesamten Jahr 2020 im rund 545 Milliarden Euro einbrechen könnten. Die KfW zählt Firmen mit einem Umsatz von maximal 500 Millionen Euro jährlich zum Mittelstand. Die finanziellen Einbußen könnten zu einem umfassenden Stellenabbau führen. Der Umfrage zufolge planen 16 Prozent der kleinen und mittleren Firmen in diesem Jahr die Zahl der Mitarbeiter zu reduzieren, um Kosten zu senken. Insgesamt könnte die Zahl der beschäftigten um rund 3,3 Prozent abnehmen, was einem Verlust von fast 1,1 Millionen Arbeitsplätzen entsprechen würde. (Quelle: Tagesschau)

09:20 Uhr: Tschechien meldet erneut Höchstwert
In Tschechien steigen die Corona-Zahlen immer drastischer an: Mit fast 15.000 weiteren Ansteckungen in 24 Stunden verzeichneten die Behörden erneut einen Höchstwert an Neuinfektionen. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität steigt die Zahl der Corona-Fälle damit auf fast 209.000 an. In dem Land gelten darum wieder strikte Beschränkungen: Einwohner dürfen ihre Wohnung oder ihr Haus nur noch verlassen, um zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen oder um einzukaufen. Bis auf Supermärkte und Drogerien wurden fast alle Geschäfte wieder geschlossen. (Quelle: Tagesschau) 

08:49 Uhr: Nachfrage nach Hygieneartikeln bleibt hoch
Die großen Hamsterkäufe haben sich zwar gelegt, trotzdem kaufen die Deutschen nach wie vor deutlich mehr Hygieneprodukte, wie eine Zählung des Statistischen Bundesamts aufzeigt. Der größte Verkaufsschlager bleibt dabei das Toilettenpapier: In der Woche vom 12. bis zum 17. Oktober lag der Absatz im Vergleich zu den durchschnittlichen Verkaufszahlen in den Vorkrisen-Monaten August 2019 bis Januar 2020 um fast 90 Prozent höher. Auch der Verkauf von Desinfektionsmittel legte um 72,5 Prozent zu, ebenso von Seife mit 62,3 Prozent. (Quelle: Tagesschau) 

07:36 Uhr: Landkreis Passau wird "dunkelrot"
Laut aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts hat der niederbayerische Landkreis Passau den Wert von 100 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen überschritten. In Gebieten dieser Warnstufe sollen nach Entscheidung der Landesregierung die Corona-Maßnahmen verschärft werden. (Quelle: Tagesschau) 

06:06 Uhr: RKI meldet mehr als 11.000 Neuinfektionen
Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland hat erstmals den Wert von 10.000 Fällen überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Morgen 11.287 Fälle binnen 24 Stunden. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7830 Neuinfektionen erreicht worden. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 392.049 Menschen bundesweit nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9905. Das waren 30 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es inzwischen etwa 306.100 Genesene. (Quelle: Tagesschau) 

03:02 Uhr: Obama prangert "Inkompetenz" im Kampf gegen Pandemie an
Der frühere US-Präsident Barack Obama hat der Regierung seines Nachfolgers Donald Trump bei der Eindämmung der Pandemie "Inkompetenz" und das Verbreiten von Falschinformationen vorgeworfen. Viele Menschen in den USA hätten nicht sterben müssen, wenn auch nur "grundlegende" Maßnahmen ergriffen worden wären, sagte der Demokrat bei einer Wahlkampfveranstaltung. Der Vergleich mit anderen Ländern wie dem Nachbarn Kanada zeige, dass die Zahl der Corona-Toten deutlich geringer hätte ausfallen können, sagte Obama im Bundesstaat Pennsylvania. "Die Pandemie wäre für jeden Präsidenten schwierig gewesen", räumte Obama ein. Das "Ausmaß der Inkompetenz und der Falschinformationen" seitens der Regierung habe die Situation aber weiter verschlimmert. Obama nannte den Republikaner Trump dabei nicht namentlich, es schien aber klar, auf wen er damit abzielte. (Quelle: Tagesschau) 

Meldungen aus Bayern

Unterfranken 

Landkreis Miltenberg

Fallzahlen im Landkreis Miltenberg
Die Zahl der mit Covid-19 infizierten Personen im Landkreis Miltenberg liegt bei 110, die Anzahl der bekannt gewordenen Coronavirus-Infektionen bei 597 Personen. Derzeit werden vier Person stationär behandelt, davon eine Person intensivpflichtig. Acht Menschen sind verstorben, 479 Personen wurden bereits als gesund aus der Überwachung entlassen. 542 Personen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Landkreis Aschaffenburg

Corona-Fälle an drei Schulen in Aschaffenburg
Wie die städtische Pressestelle soeben mitteilt, ist es an gleich drei Schulen in Aschaffenburg zu neuen Corona-Fällen gekommen. In der Schönberg Mittelschule Aschaffenburg wurden insgesamt fünf Schüler (vier aus Klasse 7, einer aus Klasse 9) positiv auf SARS-CoV2 getestet. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind ca. 40 Schüler und zwei Lehrkräfte als Kontaktpersonen der Kategorie 1 einzustufen. Ihnen wird eine Quarantäne bis zum 28.10. auferlegt. In der Brentano Mittelschule Aschaffenburg wurde eine Schülerin aus der Klasse 9a positiv auf SARS-CoV2 getestet. 26 Schüler sind in Quarantäne, ob und wie viele Lehrkräfte betroffen sind, steht noch nicht fest. In der Strietwald-Grundschule Aschaffenburg wurde ein Lehrer positiv auf SARS-CoV2 getestet. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind 25 Schüler der Schulklasse 3a als Kontaktpersonen der Kategorie 1 einzustufen. Bei neun betroffenen Lehrkräften wird individuell ermittelt, ob sie der Kontaktpersonenkategorie 1 oder 2 zuzuordnen sind. Alle Kontaktpersonen werden getestet. Das Gesundheitsamt steht in engem Austausch mit den Schulen (Quelle: BR) 

138 Fälle in Stadt und Landkreis Aschaffenburg
In Stadt und Landkreis Aschaffenburg sind aktuell 155 Menschen mit Covid-19 infiziert. 40 davon kommen aus der Stadt, 115 kommen aus dem Landkreis. Wie das Landratsamt mitteilt, befinden sich neben den positiv getesteten Menschen derzeit 732 Kontaktpersonen in Stadt und Landkreis in Quarantäne. Stationär behandelt werden müssen neun Personen. Bisher sind 43 Menschen in Stadt und Landkreis Aschaffenburg im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in der Stadt bei 35,2 und im Landkreis bei 43,1.
In Folge eines bestätigten Coronafalles hat das Gesundheitsamt die Kinder sowie die Beschäftigten des Kindergartens "Im Liebesgrund" in Laufach als Kontaktperson der Kategorie 1 identifiziert und bis zum 30. Oktober in Quarantäne geschickt. Die Einrichtung bleibt solange geschlossen. (Quelle: BR) 

Landkreis Main-Spessart

Kindergärten in Main-Spessart geschlossen
Der Kindergarten Theresienheim in der Karlstadter Altstadt bleibt komplett geschlossen. 100 Kinder und 20 Mitarbeiter stehen aktuell unter Quarantäne. In der Einrichtung wurden zunächst zwölf Kinder einer Gruppe auf das Coronavirus getestet, weil sich eine Betreuungskraft mit dem Virus angesteckt hatte. Nun sind drei weitere positive Fälle hinzugekommen. Ebenfalls geschlossen und unter Quarantäne ist der Kindergarten in Urspringen mit 73 Personen. Auch dort müssen die Kinder und Erzieher auf Covid-19 getestet werden. (Quelle: BR) 

Meldungen aus Hessen

Luftfilter-Bedarf an Schulen muss erst ermittelt werden
Zehn Millionen Euro will das Land Hessen bereitstellen, um Schulen mit Luftfiltern auszustatten. Forscher der Goethe-Universität Frankfurt sind von der Wirksamkeit der Geräte überzeugt und begrüßen die Entscheidung des Landes. "Das ist ein sehr guter Anfang", sagte Joachim Curtius, Professor für experimentelle Atmosphären-Forschung, am Donnerstag dem hr. Das Geld sollte seiner Meinung nach ausreichen, "um alle Klassenräume, die schlecht belüftet sind, auszustatten".
Das Geld wird an die kommunalen Schulträger gehen, die vor Ort entscheiden, was damit geschieht. Wie hoch die Summen sind, mit denen die Städte und Gemeinden rechnen können, ist noch nicht festgelegt. "Wenn man die Schülerzahlen als Basis nimmt, müsste der auf den Landkreis Kassel entfallende Betrag bei rund 330.000 Euro liegen", teilte ein Sprecher auf Anfrage mit. In fast allen der 2.000 Klassenräume in den 75 Schulen im Landkreis sei Stoßlüftung möglich. Man müsse zunächst den Bedarf ermitteln.
Handlungsbedarf bestehe vor allem bei innenliegenden Fachräumen, erklärte ein Sprecher der Stadt Fulda. Erste Geräte seien bestellt, mit der Lieferung rechne man aber wegen der gewaltigen Nachfrage frühestens im Dezember. (Quelle: Hessenschau) 

Besuchsverbot im Klinikum Fulda
Wegen stark steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus auch im Landkreis Fulda gilt von Freitag (23. Oktober) an ein komplettes Besuchsverbot im Klinikum Fulda. Krankenbesuche sind somit - wie auch bereits im März und April in der Anfangsphase der Virus-Pandemie – vorerst wieder nicht gestattet. Ausnahmen können im Einzelfall nach Rücksprache mit der Station für werdende Väter, Besuche in der Kinderklinik sowie auf den Intensivstationen und der Palliativstation gemacht werden, wie das Krankenhaus am Donnerstag mitteilte. (Quelle: Hessenschau) 

Über 1.000 Neuinfektionen, drei Todesfälle
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt in Hessen weiter stark an. Mit 1.133 registrierten Fällen binnen 24 Stunden überschreitet die Zahl erstmals die Eintausend-Marke. Zudem wurden drei weitere Todesfälle gezählt, wie das Robert-Koch-Institut am Donnerstag mit Stand 0 Uhr mitteilte. Insgesamt sind in Hessen 593 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt aktuell bei 28.440, davon gelten rund 20.800 als genesen.
Auch die Inzidenzen in den Kreisen und kreisfreien Städten schnellen weiter in die Höhe. In Frankfurt wurden 143,8 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen registriert, das sind fast 20 mehr als noch am Vortag. In Offenbach ist der Wert ganz leicht auf 126,7 gesunken, im Kreis Groß-Gerau dagegen deutlich auf 110,6 gestiegen. Es folgt Wiesbaden (93,0), Darmstadt erreicht mit 88,8 erstmals die höchste Warnstufe des Landes. In Kassel ist der mit 70,2 deutlich gesunken und unter die Marke von 75 gerutscht. (Quelle: Hessenschau) 

Meldungen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz 

+++ Keine Zuschauer beim Spiel Mainz 05 gegen Gladbach +++
Beim Heimspiel des Fußballbundesligisten FSV Mainz 05 am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach werden keine Zuschauer zugelassen. Laut Verein hatte die Stadt in ihrer neuen Coronaverordnung festgelegt, dass nur noch 100 statt 250 Zuschauer zugelassen werden dürfen. Die Verordnung gilt seit Mitternacht. Aus Sicht des Vereins ist der Aufwand, die Tribünen unter den notwendigen Hygienemaßnahmen zu öffnen, zu groß. Fans bekommen für ihre Tickets laut Mainz 05 ihr Geld zurück. (Quelle: SWR) 

Hohe Inzidenz in Bietigheim-Bissingen
In der Stadt Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) ist nach einem Corona-Ausbruch in einem Flüchtlingsheim die Sieben-Tage-Inzidenz auf 243 gestiegen. Das hat eine Sprecherin der Stadt dem SWR bestätigt. Bei Tests in dem Heim waren vergangene Woche 31 Menschen positiv getestet worden, am selben Tag kamen 19 weitere Fälle aus dem übrigen Stadtgebiet hinzu. In der Regel stelle man nur 6 bis 10 Neuinfektionen am Tag fest, so die Sprecherin. (Quelle: SWR) 

Inzwischen neun Tote in Marxzeller Altenheim
Nach dem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Marxzell (Kreis Karlsruhe) sind inzwischen neun Bewohner in Zusammenhang mit der Infektion gestorben. Das hat das Landratsamt Karlsruhe bestätigt. Vor etwa drei Wochen waren in dem Pflegeheim die ersten Bewohner an Covid-19 erkrankt. In den folgenden Tagen wurden von den rund 100 Bewohnern 39 positiv auf das Virus getestet, außerdem weitere 15 Beschäftigte. (Quelle: SWR) 

Landesschülersprecherin: Luftfilter sinnvoller als Masken
Die Sprecherin des Landesschülerbeirats in Baden- Württemberg, Elisabeth Schilli, hält die Maskenpflicht ab Klasse fünf nicht für das optimale Mittel im Kampf gegen steigende Corona-Infektionen. Sie sprach sich im SWR stattdessen für mehr Luftfilter in Klassenräumen aus: "Dadurch würde man auch dem Lüftungsproblem entgehen, das ja auch noch nicht ganz geklärt ist - wie das funktioniert, wenn es Minusgrade hat." Die Verfügbarkeit solcher Geräte ist aus Schillis Sicht dabei nicht das Problem, sondern eher der Preis. "Allerdings muss man hier auch sehen, dass es sich nicht um eine Investition bis zu den Weihnachtsferien handelt, sondern dass uns die Pandemie noch eine Weile begleiten wird." (Quelle: SWR) 

+++Meldungen 21. Oktober+++


Weltweit

19:54 Uhr: Teilnehmer von Impfstoffstudie gestorben
Ein Proband der Corona-Impfstoffstudie des Pharmakonzerns AstraZeneca in Brasilien ist nach Angaben der dortigen Behörden gestorben. Einzelheiten teilte die Gesundheitsaufsicht unter Verweis auf die ärztliche Schweigepflicht nicht mit. Das Testprogramm werde fortgesetzt. Die Universität Oxford, die bei der Entwicklung des Impfstoffs mit AstraZeneca kooperiert, erklärte, eine sorgfältige Analyse des Todesfalls in Brasilien habe keine Anhaltspunkte für Sicherheitsprobleme ergeben. Neben der brasilianischen Behörde hätten auch unabhängige Kontrolleure zur Fortsetzung der Studie geraten. Die Universität von Sao Paolo, die die Studie in Brasilien mit koordiniert, erklärte, der Verstorbene sei Brasilianer gewesen. AstraZeneca führt klinische Studien mit seinem Präparat auch in Großbritannien, Südafrika, Indien und Japan durch. Das Unternehmen hatte das Programm aber wegen einer ungeklärten Erkrankung bei einem Probanden unlängst unterbrechen müssen. Eine Genehmigung zur Wiederaufnahme der Studie in den USA steht noch aus. Am Dienstag hatten Insider gesagt, die US-Gesundheitsbehörde FDA könne aber noch diese Woche grünes Licht geben. AstraZeneca gehört zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus. (Quelle: Tagesschau) 

17:14 Uhr: Fast 8800 Neuinfektionen in den Niederlanden
In den Niederlanden ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen erneut stark angestiegen. 8764 neue Fälle seien in 24 Stunden registriert worden, 589 mehr als am Vortag, teilte das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM mit. Am Vortag hatte das Institut noch einen weniger steilen Anstieg festgestellt und auf eine Stabilisierung der Zahlen gehofft. Vor einer Woche war ein Teil-Lockdown verhängt worden. Unter anderem alle Gaststätten mussten schließen, Bürger dürfen nur noch drei Gäste am Tag empfangen und sollen öffentliche Verkehrsmittel nur in dringenden Fällen nutzen. Auch die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und auf den Intensivstationen steigt. Zudem wurden mehr Todesfälle gemeldet. Insgesamt sind nun gesichert mehr als 6800 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (Quelle: Tagesschau) 

15:45 Uhr: EU weitet Einreisebeschränkungen auf Kanada und Tunesien aus
Die EU-Staaten weiten die in der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen wieder auf Kanada, Georgien und Tunesien aus. Für die drei Länder soll nach einer Einigung der EU-Botschafter keine Ausnahme der zu Beginn der Pandemie eingeführten Einreisebeschränkungen gelten. Singapur hingegen wurde zur Liste der Länder hinzugefügt, aus denen nicht zwingend notwendige Reisen in die EU wieder möglich sind, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Diplomatenkreisen erfuhr. Somit dürfen künftig nur noch Menschen aus acht Ländern normal in die EU einreisen: Australien, Japan, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Uruguay und Singapur. Es sind die ersten Änderungen der Liste seit rund zweieinhalb Monaten. Die Entscheidung der Botschafter muss nun noch im schriftlichen Verfahren von den Hauptstädten bestätigt werden. (Quelle: Tagesschau) 

14:42 Uhr: Bayern verschärft Corona-Auflagen
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat eine zusätzliche Warnstufe der so genannten Corona-Ampel angekündigt. Neben den geltenden Stufen bei Inzidenzzahlen von 35 und 50 sollten die Einschränkungen in Landkreisen mit einer Zahl von 100 von "Rot" auf "Dunkelrot" springen und damit automatisch weiter verschärft werden. Das hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in einer Regierungserklärung bekannt gegeben. Zu den Verschärfungen ab einem Inzidenzwert von 100 in einer Region zähle eine Gastronomie-Sperrstunde ab 21.00 Uhr. Auch seien dann keine Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen erlaubt. Der Ministerpräsident will im Freistaat zudem eine Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Corona-Hotspots einführen. Wer sich binnen 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat und nach Deutschland zum Arbeiten pendelt, soll künftig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorweisen müssen. (Quelle: Tagesschau) 

13:31 Uhr: Tschechien schränkt das öffentliche Leben ein
Angesichts steigender Infektionszahlen verhängt die Regierung in Tschechien erneut einen Lockdown. Das Gesundheitssystem sei an den Grenzen seiner Kapazität, sagt Minister Roman Prymula. Die meisten Geschäfte und Dienstleistungen werden demnach geschlossen. Die Bürger sind dazu angehalten, lediglich für den Weg zur Arbeit, Einkäufe und den Besuch beim Arzt vor die Tür zu gehen und nur notwendige Reisen zu unternehmen. (Quelle: Tagesschau) 

10:36 Uhr: Neue Überbrückungshilfen abrufbar
Die überarbeitete Überbrückungshilfe für Selbstständige und mittelständische Unternehmen kann ab diesem Mittwoch beantragt werden. Das teilt das Wirtschaftsministerium mit. Es geht dabei um Zuschüsse zu den Fixkosten für die Monate September bis Dezember. Sie helfe Unternehmen, die durch behördliche Anordnungen oder Hygiene- und Abstandsregeln weiter geschlossen seien oder nur mit halber Kraft fahren könnten, sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Beispielsweise sei die Begrenzung der Förderung bei bis zu zehn Beschäftigten auf maximal 15.000 Euro gestrichen worden. Die Regierung arbeitet zudem gerade die Details aus, die Überbrückungshilfen, die bislang aber deutlich weniger als erwartet abgerufen wurden, ins Jahr 2021 zu verlängern. (Quelle: Tagesschau) 

10:21 Uhr: RKI: Corona-Fallsterblichkeit unter einem Prozent
Weit weniger als jeder Hundertste der gemeldeten Corona-Infizierten in Deutschland ist zuletzt an oder mit Beteiligung der Infektion gestorben. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach liegt der Anteil Verstorbener an allen laborbestätigten Corona-Infektionen seit der Kalenderwoche 34 (17.8. bis 23.8.) bei deutlich unter einem Prozent. Der überwiegende Teil (85 Prozent) der mehr als 9800 Corona-Toten seit Beginn der Pandemie war laut RKI 70 Jahre oder älter. Unter 50 Jahre alt waren 130 Betroffene, was 1,3 Prozent aller Corona-Toten entspricht. Die Zahl der Toten pro Woche hatte Anfang April mit mehr als 1600 ihren Höchststand erreicht und war dann deutlich gesunken. Seit Anfang September stieg sie wieder leicht an und lag zuletzt bei etwa 200 Fällen binnen sieben Tagen. Mit Blick auf die gesamte Pandemie in Deutschland gab das RKI die Fallsterblichkeit am Dienstag mit 2,6 Prozent an. Dass diese Zahl wesentlich höher ist als die Sterblichkeit in den vergangenen Wochen, liegt vor allem an den höheren Werten im Frühjahr. Damals hatten sich vermehrt Ältere angesteckt, zudem wurden weniger Menschen ohne oder mit nur leichten Symptomen getestet. (Quelle: Tagesschau) 

08:35 Uhr: Berliner Gesundheitssenatorin warnt vor zweitem Lockdown
Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat die verschärften Maßnahmen gegen eine weitere Corona-Ausbreitung in der Hauptstadt verteidigt. Im Inforadio vom rbb sagte Kalayci: "Das Infektionsgeschehen ist diffus, ist nicht mehr Ausbrüchen eindeutig zuzuordnen - nur noch acht Prozent." Daher bleibe nichts anderes übrig, als die allgemeinen Regeln stärker durchzusetzen. Dazu gehöre, die Kontakte zu minimieren, Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und Abstand zu halten. "Ehrlich gesagt, darüber hinaus haben wir nicht so viele Mittel, dann bleibt nur noch ein Lockdown." Die SPD-Politikerin wandte sich zugleich gegen die Forderung des Linken-Bezirksbürgermeisters von Pankow, Sören Benn, nach einem zeitlich begrenzten bundesweiten Lockdown: "Was mich an dem Vorschlag stört ist, das so ein bisschen planspielerisch zu testen. Aber was ist mit den sozialen Folgen, mit den wirtschaftlichen Folgen? Wollen wir wirklich auch Bildung wieder auf der Strecke lassen?" Ihre Strategie sei, mit strengen Maßnahmen jetzt einen Lockdown zu verhindern, betonte Kalayci. (Quelle: Tagesschau) 

07:54 Uhr: In NRW leben zwei Drittel der Bewohner im Risikogebiet
In Nordrhein-Westfalen wohnen inzwischen zwei Drittel der Bevölkerung in einem Corona-Risikogebiet. Rund 12 Millionen Einwohner leben in Städten oder Kreisen, die über der kritischen Schwelle von 50 Neuinfektionen liegen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Münster mit rund 315.300 Einwohnern war demnach die einzige größere Stadt, die mit 33 Fällen pro 100.000 Einwohnern in den letzten sieben Tage unter dem kritischen Grenzwert von 50 blieb. Das bevölkerungsreichste Bundesland NRW hat knapp 18 Millionen Einwohner. Mehrere Regionen verzeichneten sogar mehr als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche - darunter die Millionenstadt Köln mit einem Wert von 104,5. Dunkelrot auf der RKI-Karte waren auch Duisburg, Gelsenkirchen, die Städteregion Aachen und Wuppertal. Die höchsten Werte hatte die bergische Stadt Solingen mit rund 159.250 Einwohnern und einem Wert von 137,5 sowie Herne mit 133,6 und 156.450 Einwohnern. (Quelle: Tagesschau) 

07:51 Uhr: Neuer Rekordwert von Neuinfektionen in Tschechien
In Tschechien breitet sich das Coronavirus weiter rasch aus. Die Behörden melden 11.984 Neuinfektionen - so viele wie nie zuvor binnen 24 Stunden. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 106 auf 1619. Das Land, in dem 10,7 Millionen Menschen leben, hat einen der höchsten Infektionswerte je 100.000 Einwohnern in Europa. Die Regierung kommt am Morgen zu einer Sondersitzung zusammen, um über die Corona-Krise zu beraten. Gesundheitsminister Roman Prymula hat angedeutet, dass die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verschärft werden. (Quelle: Tagesschau) 

05:29 Uhr: 7595 Corona-Neuinfektionen in Deutschland
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Morgen 7595 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert bleibt damit knapp hinter der Höchstmarke von 7830 vom Samstag zurück, liegt aber deutlich über den 5132 gemeldeten Neuinfektionen vom vergangenen Mittwoch. Die Sieben-Tage-Inzidenz - die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - sei im Bundesschnitt auf 48,6 gestiegen. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 380.762 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9875. Das waren 39 mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 302.100 Genesene. (Quelle: Tagesschau) 

05:29 Uhr: Spahn nennt strikte Ausgangsbeschränkungen in Berchtesgaden "genau richtig"
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die rigorosen Ausgangsbeschränkungen im bayerischen Landkreis Berchtesgadener Land begrüßt. Für die dortigen Einwohner bringe der neue Corona-Lockdown "zwar harte zwei, drei Wochen", sagte Spahn am Abend im ZDF. Doch helfe die Maßnahme, um die Ausbreitung des Virus "auch wirklich effizient wieder unter Kontrolle zu bringen". Dies sei besser als mit innerdeutschen Reisebeschränkungen zu reagieren. Er finde das Vorgehen der bayerischen Landesregierung "genau richtig". De Ausgangsbeschränkungen im Berchtesgadener Land waren wegen deutlich gestiegener Infektionszahlen verhängt worden. Sie traten am Dienstagnachmittag für 14 Tage in Kraft.  (Quelle: Tagesschau) 

Meldungen aus Bayern 

Unterfranken 

Inzidenz von sieben Städten und Landkreisen über 50
Nach den neusten Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) haben nun insgesamt sieben unterfränkische Städte und Landkreise eine Inzidenzrate von über 50. Für ganz Unterfranken weist das LGL einen Inzidenzwert von 50,39 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner in einer Woche aus.
Die höchsten Werte gibt es im Raum Schweinfurt: der Landkreis hat eine 7-Tage-Inzidenz von 112,61 und die Stadt eine Inzidenz von 112,3. Die Corona-Ampel steht dort demnach nach wie vor auf Rot und es gelten die strengeren Einschränkungen. Auch im Raum Würzburg ist die Corona-Ampel aktuell auf Rot: Die Stadt meldet 72,69 Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner in einer Woche, der Landkreis hat mit einer Inzidenz von 50,52 den Grenzwert knapp überschritten. Ebenfalls über dem Grenzwert von 50 sind der Landkreis Miltenberg mit einer Inzidenz von 56,7, der Landkreis Haßberge mit einer Inzidenz von 53,33 und der Landkreis Kitzingen mit einer Inzidenz von 51,56.
Im Landkreis Aschaffenburg ist die Corona-Ampel nun Gelb – die 7-Tage-Inzidenz beträgt 35,59. Daher gelten dort ab 22.10. um 00.00 Uhr entsprechende Einschränkungen. Vier Regionen sind derzeit auf der Corona-Ampel noch Grün, haben also den Grenzwert von 35 nicht überschritten: Die Stadt Aschaffenburg mit einer 7-Tage-Inzidenz von 30,99, der Landkreis Main-Spessart mit einem Wert von 19,02, der Landkreis Rhön-Grabfeld mit einem Wert von 18,84 und der Landkreis Bad Kissingen mit einem Wert von 10,66. (Quelle: BR) 

Schweinfurt stellt weitere Maßnahmen in Aussicht
Nachdem die 7-Tage-Inzidenz in Schweinfurt die Marke 100 überschritten hat, will die Stadt Schweinfurt nun mit dem Gesundheitsamt weitere Maßnahmen abstimmen. Nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts liegt der Inzidenzwert aktuell bei 112,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Nach Angaben der Stadt Schweinfurt könnten weitere Schritte zur Eindämmung der hohen Infektionszahlen zum Beispiel die Rückkehr von Präsenz- und Fernunterricht an Schulen bedeuten. Dabei würden Klassen wieder in zwei Gruppen aufgeteilt und im Wechsel den Unterricht in der Schule besuchen. Die jeweils andere Gruppe würde über Home-Schooling unterrichtet. Aktuell müssen im Landkreis Schweinfurt laut Landratsamt zwölf Menschen stationär in Krankenhäusern behandelt werden. Zwei davon werden auf Intensivstationen betreut. (Quelle: BR) 

Landkreis Miltenberg

Miltenberger Gesundheitsamtsleiter verschiebt Ruhestand
Die Zahl der Corona-Infizierten steigt stetig an, am Wochenende hat der Landkreis Miltenberg den Inzidenzwert von 50 überschritten, die Warnampel steht auf Rot. Vor diesem Hintergrund hat der Leiter des Miltenberger Gesundheitsamts Dr. Erwin Dittmeier entschieden, seinen Ruhestand zu verschieben und noch bis Ende Mai 2021 weiter zu arbeiten. Das Gesundheitsamt wurde laut Landrat Jens Marco Scherf um zehn Vollzeitstellen aufgestockt, vier weitere Stellen würden dazukommen. Es brauche aber eine gewisse Zeit, um die Neuen einzuarbeiten, so Scherf. Angesichts der dynamischen Corona-Situation überlege man, ein Unterstützungsangebot der Bundeswehr wahrzunehmen. Damit das Gesundheitsamt genügend Platz hat, sei zudem der Allgemeine Soziale Dienst des Jugendamtes von Miltenberg in angemietete Büroräume in Klingenberg umgezogen. Das Testzentrum in Miltenberg werde mit dem Kooperationspartner BRK aktuell um eine weitere Teststrecke erweitert, so dass nun bis zu 455 Testungen pro Tag möglich sind. Trotz der dynamischen Lage und den hohen Belastungen für die Bevölkerung machte der Landrat aber auch Mut: Gemeinsam könne man die Pandemie meistern und das exponentielle Wachstum stoppen. (Quelle: BR) 

Fallzahlen im Landkreis Miltenberg
Die Zahl der mit Covid-19 infizierten Personen im Landkreis Miltenberg liegt bei 95, die Anzahl der bekannt gewordenen Coronavirus-Infektionen bei 578 Personen. Derzeit werden vier Person stationär behandelt, davon eine Person intensivpflichtig. Acht Menschen sind verstorben, 475 Personen wurden bereits als gesund aus der Überwachung entlassen. Den aktuellen Inzidenzwert entnehmen Sie bitte auf der Homepage des Robert Koch Instituts. 

Meldungen aus Hessen

Quarantäne in Corona-Dorf endet
Um Mitternacht endet am Mittwoch die Quarantäne für die letzten Betroffenen im nordhessischen Hübenthal (Werra-Meißner). Zwei Wochen lang stand das gesamte Dorf quasi unter Ausgangssperre. Eine Feier in einem Tagungszentrum hatte den kleinen Ort zum lokalen Corona-Hotspot werden lassen. 38 Menschen infizierten sich in der Folge mit dem Virus, 125 mussten in Quarantäne, ein Biobauer seinen Lieferservice zeitweise einstellen.
Das Ordnungsamt kontrollierte die Anordnungen strikt. Sogar Autoreifen der Anwohner wurden markiert, um eventuelle Quarantäne-Verweigerer zu finden. Durch den Ausbruch war auch die 7-Tage-Inzidenz im Werra-Meißner-Kreis rasant gestiegen, mittlerweile liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wieder bei moderaten 14,9 - dem niedrigsten Wert in ganz Hessen. (Quelle: Hessenschau) 

749 Neuinfektionen, sechs weitere Todesfälle
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt in Hessen auf hohem Niveau. Binnen 24 Stunden wurden 749 Fälle registriert, wie das Robert-Koch-Institut am Mittwoch mit Stand 0 Uhr mitteilte. Zudem wurden sechs weitere Todesfälle gezählt. Insgesamt sind damit 590 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen liegt jetzt bei 27.307, wovon rund 20.500 als genesen gelten.
In Offenbach ist die sogenannte Inzidenz auf aktuell 129,0 gestiegen. Damit weist die Stadt unter den Kreisen und kreisfreien Städten die meisten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf. Auch in Frankfurt ist der Wert mit 124,4 auf einen neuen Höchststand gestiegen. Es folgen die Stadt Kassel (107,8), der Kreis Groß-Gerau (99,7), der Kreis Bergstraße (83,2) und die Stadt Wiesbaden (82,2). Insgesamt gilt in sieben Kreisen oder kreisfreien Städte die höchte Warnstufe, die bei einem Wert von 75 in Kraft tritt. Das Pandemie-Konzept des Landes sieht dann vor, dass das Sozialministerium die Kontrolle über die Maßnahmen in den betroffenen Gebieten übernimmt.  (Quelle: Hessenschau) 

Bouffier schließt Ausgangssperre nicht aus
Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) schließt nicht aus, dass es auch in Hessen zu Ausgangsbeschränkungen wie im Berchtesgardener Land in Bayern kommen kann. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte er, die Lage sei ernst, das Infektionsgeschehen "äußerst dynamisch". Deshalb sollten die Maßnahmen auch weiterhin lokal und nicht bundesweit beschlossen werden.
Im Berchtesgadener Land liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei 262,4 - der höchste Wert in ganz Deutschland. Deshalb greifen die Behörden dort zu drastischen Maßnahmen: Schulen und Kitas mussten schließen, ebenso Restaurants, Veranstaltungen sind komplett abgesagt und es gelten zwei Wochen lang Ausgangsbeschränkungen. Die eigene Wohnung darf nur noch zum Arbeiten, Einkaufen oder für Sport im Freien verlassen werden. (Quelle: Hessenschau) 

Odenwaldkreis

Zahl der aktiven Corona-Fälle steigt
Die Zahl der positiven Corona-Testergebnissen erhöht sich im Vergleich zu gestern um sechs auf 557 (Stand 21.10., 12:15 Uhr). 438 Personen sind nach ihrer Infektion genesen (eine mehr) und 63 Personen sind verstorben (konstant). Der Infektionssaldo liegt daher bei 56. Besonders betroffen ist derzeit die Region Unterzent (Höchst, Breuberg, Lützelbach), dort gibt es mehr als 20 aktive Fälle. Im Gesundheitszentrum in Erbach werden zwei Patienten auf Grund einer Corona-Erkrankung behandelt. Bei einer weiteren Person steht das Testergebnis noch aus. Das Land Hessen errechnet für den Odenwaldkreis eine 7-Tage-Inzidenz von 38,3 (Stand 21.10., 00:00 Uhr). Die Bestimmungen für das Zuschauerverbot bei Sportveranstaltungen in der seit Dienstag, 20. Oktober, geltenden Allgemeinverfügung wurden noch einmal rechtlich und fachlich neu bewertet und entsprechend geändert. So sind bei Sportveranstaltungen im Freien nun Zuschauer zugelassen – gemäß den Regeln, die das Land Hessen für öffentliche Veranstaltungen erlassen hat.
Das heißt, dass derzeit bis zu 150 Zuschauer zu Sportveranstaltungen im Freien kommen dürfen, weil der Odenwaldkreis eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 35 aufweist (sonst könnten nach der Landes-Verordnung eigentlich 250 Zuschauer kommen); sollte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 50 und mehr liegen, können noch bis zu 100 Zuschauern kommen. Bei Sportveranstaltungen in Hallen sind weiterhin keine Zuschauer zugelassen, weil dort das Ansteckungsrisiko ungleich höher ist als im Freien. Minderjährige Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen allerdings von einem Erziehungsberechtigten begleitet werden. Die neue Verfügung gilt ab 22. Oktober, bis dahin gelten die bisherigen Regelungen.

Meldungen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz 

+++ Auch Mainz verschärft Coronaregeln +++
Die Stadt Mainz verschärft ab Donnerstag die Corona-Verordnung. Grund ist laut Stadt die hohe Zahl der Neuinfektionen. An den Mainzer Schulen müssen nach den Herbstferien alle Schüler während der gesamten Schulzeit Masken tragen. Ausgenommen sind Grundschulen und Förderschulen. Bei Privatfeiern wie Hochzeiten oder Geburtstagen dürfen noch zehn Gäste gleichzeitig zusammenkommen. Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind nur noch 50 Personen erlaubt - und im Freien nur noch 100. Die Stadt Mainz empfiehlt zudem, Martinsumzüge wegen der hohen Infektionszahlen in diesem Jahr nicht durchzuführen. (Quelle: SWR) 

+++ Coronaregeln in Ludwigshafen verschärft +++
Wegen der schnell ansteigenden Corona-Infiziertenzahlen und Warnstufe Rot erlässt Ludwigshafen eine Maskenpflicht in der Innenstadt. Zudem müssen Schüler ab den 5. Klassen im Unterricht ebenfalls Masken tragen. Laut Angaben der Stadtverwaltung sollen die Regeln ab Donnerstag gelten. Es soll zudem eine Sperrstunde geben, die von 23:00 Uhr bis 6:00 Uhr gilt. Während dieser Zeit darf wie auch in Mannheim kein Alkohol von Tankstellen verkauft werden. Private Treffen sind auf zehn Personen aus zwei Haushalten beschränkt. (Quelle: SWR) 

Baden-Württemberg über 50er-Marke - Mehr als 1.400 Neuinfektionen
In Baden-Württemberg ist der kritische Wert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen landesweit überschritten. Wie das Landesgesundheitsamt heute in Stuttgart mitteilte, liegt der Wert für Baden-Württemberg bei 53,4. Bund und Länder hatten beschlossen, dass schärfere Regeln greifen müssen, wenn dieser Grenzwert überschritten wird. Im Kampf gegen die steigenden Neuinfektionen im Land gelten seit Montag nochmals strengere Regeln in ganz Baden-Württemberg - die Pandemiestufe 3. Welche Maßnahmen das Übersteigen der 50er-Marke auslösen, ist derzeit noch unklar. Laut Tagesbericht des Landesgesundheitsamts wurden heute weitere 1.438 Neuinfektionen bestätigt. Das ist der höchste Wert seit Anfang April. Vier weitere Personen (gesamt: 1.950) sind in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 123,2 ist der Stadtkreis Heilbronn in dieser Statistik am stärksten in Baden-Württemberg betroffen. Entspannt bleibt die Lage indes nur in wenigen Landkreisen - lediglich im Kreis Biberach wurde den Behörden heute kein einziger neuer Covid19-Fall übermittelt. (Quelle: SWR)

+++ 439 neue Corona-Fälle am Mittwoch +++
Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Rheinland-Pfalz ist innerhalb eines Tages um den Rekordwert von 439 gestiegen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Seit Beginn der Pandemie gab es 14.628 laborbestätigte Infektionen mit dem Erreger im Land. Aktuell sind 3.610 Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert (Vortag: 3.225). Bisher wurden 1.260 Personen ins Krankenhaus gebracht (Vortag: 1.224), 10.753 Menschen gelten als genesen (Vortag: 10.699). Die Zahl der Personen, die im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben sind, blieb unverändert bei 265. (Quelle: SWR) 

Immer mehr Weihnachtsmärkte abgesagt
Auch die Weihnachtsmärkte in Ulm und Neu-Ulm sind abgesagt worden. Man habe die Entscheidung schweren Herzens getroffen, teilten Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) und Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger (CSU) am Mittwochnachmittag mit. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie die der Beschicker gehe vor. Wegen der zuletzt stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen im Land haben zuletzt auch Freiburg und Karlsruhe ihre Weihnachtsmärkte abgesagt, ebenso wie Esslingen, Ludwigsburg, Heidelberg und Heilbronn. In Tübingen, Stuttgart und Mannheim ist noch keine Entscheidung gefallen. (Quelle: SWR) 

Drei Corona-Hotspots in der Region Freiburg
Immer mehr Landkreise in der Region Freiburg sind nun auch Risikogebiete. Der Kreis Breisgau-Hochschwarzwald verzeichnet 59,2 gemeldete Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, gefolgt vom Stadtkreis Freiburg mit 58 Corona-Infektionen und der Ortenau mit 52. In diesen sogenannten Corona-Hotspots könnte auf die Gastronomie eine Sperrstunde ab 23 Uhr zukommen. (Quelle: SWR) 

+++ Warnstufe Rot jetzt auch im Kreis Cochem-Zell +++
Auch im Kreis Cochem-Zell gilt wegen steigender Corona-Zahlen jetzt die Warnstufe Rot. In den vergangenen Tagen ist die 7-Tage-Inzidenz auf über 50 gestiegen. Zusammen mit der Task Force des Landes wurde deshalb beschlossen, dass von morgen an eine Maskenpflicht für die Cochemer Innenstadt gilt. Auch an den Anlegern von Personenschiffen und im Wartebereich der Hängeseilbrücke Geierlay zwischen Mörsdorf und Sosberg muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Diese Maskenpflicht wird von den Ordnungsbehörden kontrolliert, heißt es in der entsprechenden Verfügung des Kreises. Zu privaten Feiern dürfen ab morgen nur noch 25 Gäste kommen, zu gewerblichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen nur noch 75 Teilnehmer. (Quelle: SWR) 

Hier geht's zum Corona-NEWSarchiv der letzten Tage:

Informationen für Bayern, Baden-Württemberg und Hessen

+++ Allgemeine Informationen +++[/b]

[b]Informationen und Verhaltensregeln finden Sie hier:

Robert-Koch-Institut - Startseite
Robert-Koch-Institut - Fragen zum Coronavirus
Robert-Koch-Institut - Hygienehinweise

Helios Telefon-Hotline
Als deutschlandweiter Anbieter stationärer und ambulanter Gesundheitsleistungen startet Helios heute eine eigene Telefon-Hotline für Anfragen rund um die neuartige COVID-19-Erkrankung, das sogenannte Corona-Virus. Die kostenfreie 24-Stunden-Hotline ist ab sofort unter der Nummer (0800) 8 123 456 erreichbar.

Baden-Württemberg

Hotline zum Coronavirus: 07 11/9 04-3 95 55
(täglich 9-18 Uhr)
Landesgesundheitsamt Baden Württemberg
Landratsamt Mosbach (Neckar-Odenwald-Kreis)
Landratsamt Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis)

Bayern 
Hotline zum Coronavirus: 0 91 31/ 68 08-51 01
Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Landratsamt Miltenberg (Kreis)
Landratsamt Aschaffenburg (Kreis)
Landratsamt Karlstadt (Main-Spessart-Kreis)

Hessen
Hotline zum Coronavirus: 08 00/5 55 46 66
(täglich 8-20 Uhr)
Hessische Ministerium für Soziales und Integration (HMSI)
Landratsamt Erbach (Odenwald-Kreis)

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