Bildergalerie und Essay.
Der Februar macht Hoffnung: Vom Letzten zur Spitze

Am 14. Februar ist bekanntlich Valentinstag: der Märtyrer aus dem dritten Jahrhundert gilt als Pest-Patron und Helfer in vielen Nöten. Blumenschenken und Glückwunsch-Bräuche zwischen Verliebten und Ehepaaren begründen sich volkskundlich aus Liebesorakeln.
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  • Am 14. Februar ist bekanntlich Valentinstag: der Märtyrer aus dem dritten Jahrhundert gilt als Pest-Patron und Helfer in vielen Nöten. Blumenschenken und Glückwunsch-Bräuche zwischen Verliebten und Ehepaaren begründen sich volkskundlich aus Liebesorakeln.
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Impressionen im Februar.


Lichtmess, Liebesorakel, Lebensrettung.

Der Februar macht Hoffnung.

Vom Letzten zum Zweiten: der Februar.

Im altrömischen Kalender war der Februar der zwölfte und letzte Monat im Jahr. Dann stieg er auf zum Zweiten und zum gleichzeitig Kürzesten mit 28 (oder 29 ) Tagen im Gregorianischen Kalender.

Unsere Altvorderen hatten für Februarius, dem Reinigungsmonat, andere poetische, bildhafte Namen parat: Taumond, Schmelzmond, Narrenmond oder Hornung, weil sich Vieh in diesem Monat hörnt. Der kürzeste Monat kann erfahrungsgemäß auch der kälteste sein, ebenso gut öffnet er vielleicht schon die Tür für frühsommerlich warme Tage.

Mit Optimismus in die kommende Zeit.

Abwechslung ist jetzt nicht nur beim Wetter angesagt. Heiligen- und sogenannte Lostage verweisen auf hoffnungsvolle, hellere Tage, die wir gerade jetzt in der Corona-Zeit gut gebrauchen können als Anregung für Aktivitäten drinnen und draußen.

Mariä Lichtmess wird in der Kirche am zweiten Februar gefeiert - zur Erinnerung an den Besuch Marias im Tempel in Jerusalem, wobei sakrale Lichterprozessionen auf Christus, das Licht, verweisen.

Einen Tag später (3.2.) wird der Blasius-Segen erteilt. Den Gläubigen gibt der Priester über zwei gekreuzten brennenden Kerzen den Segen zum Schutz vor Halskrankheiten. Nach einer Legende soll der armenische Bischof Blasius einem Buben das Leben gerettet haben, als dieser an einer Fischgräte zu verstecken drohte.

Patron gegen Zahnleiden ist die heilige Apollonia, die am neunten Februar ihren Gedenktag hat: Die nach ihr benannte Heilwurzel und das Apollonia-Kraut gelten in der Volksmedizin als wirksame Pflanzen gegen mancherlei Zahnerkrankungen.

Am 14. Februar ist bekanntlich Valentinstag:
der Märtyrer aus dem dritten Jahrhundert gilt als Pest-Patron und Helfer in vielen Nöten. Blumenschenken und Glückwunsch-Bräuche zwischen Verliebten und Ehepaaren begründen sich volkskundlich aus Liebesorakeln.

Gegen Unwetter und Unholde.
Der Donatus-Tag am 17. Februar wird wegen seiner Namensähnlichkeit mit dem Donner als Blitz-Patron verehrt.

„Susanna, treib Unwetter von danna“ - ist ein beliebter Spruch am 19. Februar, dem Tag der heiligen Susanna. Da nach dem Volksglauben auch Glocken schlechtes Wetter und Dämonen vertreiben (Wetterläuten), ist Susanna seit alters her ein häufiger Glockenname.

Petri Stuhlfeier am 22. Februar erinnert an die Feier der Bischofswürde des Apostels Petrus. Gefriert es an diesem Tag, so wird’s noch vierzig Tage frieren - betont eine Bauernregel. Die eigentliche bäuerliche Faschingszeit begann bei unseren Vorfahren an Petri Stuhlfest.

Der Fastentrunk, das bayerische „Vastschank“ sowie Schmalznudeln und Fastenbrezen standen bereit - nicht nur für den verrußten Mummenschanz und die Maskenträger in den nachfolgenden närrischen Tagen, wo Winter-Unholde vertrieben werden sollten.

Mehr Gewalt gegen das Eis gibt es am Tag des Apostels mit dem Beil.

„Mattheis
bricht das Eis,
hat er keins,
so macht er eins!“

So hieß es es einst am 24. Februar, am Tag des heiligen Matthias, der durch sein Martyrium mit der Axt zum Patron der Zimmerleute, Fleischhauer und Metzger wurde.

Sein Wetterspruch setzt den Frühlingshoffnungen jedoch einen Dämpfer auf. Das entspricht auch aller Erfahrung: wenn es bis jetzt warm gewesen ist, muss man meist noch einmal mit der Kälte rechnen.


Ab dem 27. Februar, dem „Fastnachts-Irta - aller Narren Kirta“
, startete dann früher das Faschingsbegraben und Winter-Ersäufen oder -Verbrennen. Mit einer symbolischen Strohpuppe zog man in ländlichen Gebieten am Abend umher und nahm mit Schellenkranz-Geläute und Grabreden Abschied von der kalten und närrischen Zeit.

Der 28. Februar ist dem heiligen Oswald geweiht: seine Volkstümlichkeit als Viehpatron wurde durch die Heiligen Leonhard und Wendelin etwas abgeschwächt. Bekannte St.Oswald-Kapellen liegen auf Anhöhen, auf den Resten einstiger vorchristlicher Heiligtümer.

Von den Bergen und in den Tälern gilt:
„Der Februar muss stürmen und blasen, soll das Vieh im Lenze grasen!“

Verzauberungen gibt es derzeit bei uns im Wald, auf verschneiten Fluren und Feldern durch Reif und Eis. Weiße Mützen und Polster sind im Februar noch nicht passé. Überall wird es noch vor Kälte knacken.

Lang sind weiterhin die Wintertage, doch das Tageslicht nimmt zu. Es ist ein weiches Licht, das spannende Akzente im geheimnisvollen Dunkel des Februars setzt.

Inseln der Behaglichkeit erwarten uns zu Hause - trotz Corona müssen wir nicht den Mut aufgeben. Der Februar macht Hoffnung!

Weitere Bilder und Infos folgen!

Autor:

Roland Schönmüller aus Miltenberg

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